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AlbaLeitungsteam SHG Magdeburg pap. SD-Ca., foll. Variante, pT2, 2002

Antwort auf: ambulante RJT in Belgien

| Beitrags-ID: 343880

Hallo,

nach meiner Kenntnis gibt es überall Grenzwerte für die höchstmögliche Dosis, mit der man noch ambulant behandelt werden kann. Auch in Belgien oder der Schweiz ist das so.

Diese Grenzwerte sind von Land zu Land etwas verschieden.
Sie liegen allerdings allesamt eher in dem Bereich der RJ-Diagnostik, also maximal bei einem Zehntel der bei SD-Krebs zu verabreichenden Größen (z.B. < 350 MBq oder noch weniger) Damit liegt eigentlich schon fest, daß die ambulante RJT bei SD-Krebs auch in den europäischen Nachbarländern nicht infragekommt.
(Übrigens auch für MB-Erkrankte ist die ambulante Höchst-Dosis nicht selten zu gering – sie müssen sich dann mehreren Radiojodtherapien unterziehen)

Etwas anders sähe es für die bloße RJ-Diagnostik (RJD) aus. Die könnte im europäischen Ausland tatsächlich oft ambulant erfolgen, während in Deutschland mindestens 48 h Klinikaufenthalt vorgeschrieben sind. Hier fragt sich allerdings, ob und warum man wirklich die Auswertung/Nachbetreuung vorangegangener Radiojodtherapie(n) Kliniken im Ausland übertragen möchte. Ich würde mir das jedenfalls sehr gut überlegen.

Grüße von Alba