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Antwort auf: Vorgehensweise nach OP: sehr widersprüchlicher Befund: RJT ja/nein?

| Beitrags-ID: 448491

Hallo,

Priv.-Doz. Dr. Dr. Udo Siebolts, früher Uniklinik Halle, nun an der Uniklinik Köln hat die Aufgaben von Prof. Schmid übernommen.

Die Einschätzung der soliden Variante eines nicht invasiven papillären Schilddrüsenkarzinoms als aggresive Untervariante wird übrigens in Frage gestellt. Studie schauen z.B.  wie oft hier Lymphknotenmetastasen vorliegen.

Xu B, Viswanathan K, Zhang L, Edmund LN, Ganly O, Tuttle RM, Lubin D, Ghossein RA. The solid variant of papillary thyroid carcinoma: a multi-institutional retrospective study. Histopathology. 2022 Aug;81(2):171-182. doi: 10.1111/his.14668. Epub 2022 May 18. PMID: 35474588.
In dieser Studie wurden 156 Patienten untersucht. Von diesen hatten 18% Lymphknotenmetastasen. Lymphknotenmetastasen gab es bei 51% mit infiltrativen Wachstum, jedoch nur bei 1% bei den gekapselten Tumoren. Von den 54 Patient*innen mit einem nicht-invasiven gekapselten Tumor hatte kein einziger ein Rezidiv.   Die Autoren regen daher an, die Einordnung des SVPTC als aggressivere Subvariante des PTC zu überdenken.

Und das gute ist ja, dass von den reichlich entnommenen Lymphknoten kein einziger bei deiner Freundin ja  befallen war.

Es scheint auch, dass in der Schön-Klinik auch sehr gut operiert wurde.

Wie hoch ist denn jetzt der Tg-Wert (+ TAK + TSH)?

siehe auch Forenthema: ATA (2015): Postoperativer Tg-Wert, ob RJT indiziert

Viele Grüße,

Harald

  • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr von Harald.
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