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3.1.2. L-T3-Präparate

| Beitrags-ID: 260870

Broschüre: Mit Schilddrüsenhormonen leben! – Inhaltsverzeichnis

3.1.2. L-T3-Präparate

Ca. 5 bis 15 % der Betroffenen haben Probleme mit der reinen L-T4-Substitution. Hier kann eine Kombination mit einem L-T3-Präparat helfen (siehe Erfahrungsberichte: Einnahme von L-T4 + L-T3 sowie Warum Ginseng?).

Bestehen trotz Anpassung der Schilddrüsenhormondosis mit einem L-T4-Präparat nach 6 Monaten dennoch Beschwerden fort, wie geringe geistige Leistungsfähigkeit und Abgeschlagenheit, so besteht auf experimenteller Ebene versuchsweise die Möglichkeit, die L-T4 Dosis etwas zu reduzieren und zusätzlich mit einer kleinen Dosis eines L-T3-Präparates zu substituieren. Da T3 das aktive Schilddrüsenhormon ist und nur eine Halbwertszeit von 20 Stunden hat, kommt es so zu Spitzen in den Blutwerten, die Herzrasen und Nervosität verursachen können. Schwangeren sowie Patienten mit Herzrhythmus-Störungen wird daher in den Leitlinien diese Therapie nicht empfohlen ( T19829 ).

Die Europäische Leitlinie empfiehlt möglichst kleine Dosen, wenn möglich aufgeteilt über den Tag und vor dem Zubettgehen die größere Dosis von L-T3 zu nehmen, um zu hohe Spitzen von fT3 im Blut zu vermeiden, und weil dies eher den tageszeitlichen Schwankungen von Gesunden entspreche (siehe auch Kapitel 2.4.; S. 36).

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