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Calciumacetat Nefro

Calciumacetat Nefro

| Beitrags-ID: 458998

Liebe Frauke, lieber Stefan,

ich habe eine dringende Frage an Euch.

Ich bin zurzeit im Urlaub und habe zunehmende Krämpfe in den Waden und Oberschenkeln mit Schmerzen und Kopfschmerzen, die eigentlich nicht aufhören. Prof. Quinkler hat vor knapp drei Wochen meine Medikation umgestellt.

Bis vor 3 Wochen:

  1. Decostriol (Calcitriol) 0.25 µg jeden 2. Tag
  2. Calcium-Sandoz-forte Brausetabletten, 500-1000mg über den Tag verteilt

Seit drei Wochen Tageweise wechselnd:

  1. Calcium-Sandoz-forte Brausetabletten, 500-1000mg
  2. Calcium Acetat 2×500 Nefro,

Gleichzeitig trinke ich 2L Steinsicker oder Contrex.

 

Ich weiß, dass Nefro nur 126mg Ca enthält. Prof. Q. meint aber, dass Sandoz-Ca und Nefro-Ca nicht 1:1 umrechenbar sind (anderes „Wirkprinzip“). Ich meine, ich hätte jetzt zu wenig Ca.

 

Was meint Ihr?

Sind meine Krämpfe ein Zeichen von Ca-Mangel?

Sollte ich Prof. Q. um Umstellung bitten?

 

Bitte ratet mir.

LG,

Béate = Struwel

StefanFLeitungsteam NW Hypopara OP 1996, Follikuläres SD-CA, Hypopara, endokrinologisches Sonderexemplar

Antwort auf: Calciumacetat Nefro

| Beitrags-ID: 459000

Hallo Beate,

Wenn ich das richtig lese, nimmst Du zurzeit gar kein Calcitriol?

Wir Hypoparas haben ja grundsätzlich kein Problem mit mangelndem Calcium, sondern wir bekommen es nur nicht in unseren Körper hinein. Das entscheidende ist das fehlende Parathormon zur Aufnahme.

Zum Calcium:

Ich nehme ja schon seit Jahren in der Regel kein Calcium mehr zusätzlich zur Nahrung ein, ausser bei besonderen Belastungen. Dafür nehme ich aber auch eine deutlich höhere Dosierung Calcitriol. Auch hier mein Endokrinologe: „Sie haben ja kein Calcium- , sondern ein Aufnahmeproblem“.

Es ist auch m.M. nach ungünstig einen Wechsel in der Medikation kurz vor dem Urlaub durchzuführen. Urlaub ist eben nicht Alltag. Urlaub ist anderes Essen, u.U. Schwitzen und körperliche Belastungen

Ich persönlich habe damals die besten Erfahrungen mit Calcium Sandoz Brausetabletten, einem Calciumgluconat gemacht. Da bleibt das Calcium noch recht lange in der Flüssigkeit in der Schwebe. Bei allen anderen Calcium-Brausetabletten setzt sich das Calcium sehr schnell am Boden ab. Du bekommst also weniger Calcium ab. Was nützt einem dann die Angabe im Beipackzettel, wenn die Hälfte davon im Glas bleibt? Besonders unangenehm ist es, wenn sich da Calciumteilchen lösen und dann im den Hals kommen. Dann gab es bei mir immer furchtbare Hustenanfälle.

Ich würde auf jeden Fall den Arzt anrufen und um zumindest kurzfristige Anpassung bitten. Sonst könnte der Urlaub für Dich u.U. im Krankenhaus enden.

VG

Stefan

StefanFLeitungsteam NW Hypopara OP 1996, Follikuläres SD-CA, Hypopara, endokrinologisches Sonderexemplar

Antwort auf: Calciumacetat Nefro

| Beitrags-ID: 459001

PS: Krämpfe können auch von einem Magnesiummangel kommen.

InSeNSU
Moderator
Basedow, Hypoparathyreoidismus

Antwort auf: Calciumacetat Nefro

| Beitrags-ID: 459003

Hallo Beate,

Calcium (als Calcium-D-gluconat – Calciumlactat (2:3) 2 H 2 O und Calciumcarbonat) im Sandoz-Präparat wird allein schon durch die Darreichung als Brause anders verstoffwechselt als Calciumacetat-Filmtabletten.

Dafür, dass Calcium viermal besser aufgenommen wird aus dem Acetat, dafür hätte ich von Prof. Quinkler allerdings gerne einmal den Nachweis aus der Literatur.

Wadenkrämpfe und Kopfschmerzen sind allerdings für Calciummangel eher untypische Symptome, wobei Wadenkrämpfe z.B. auf Magnesiummangel oder Mangel an Vitamin B12 hinweisen können, oder einfach auf ungewohnte körperliche Belastung.

Kopfschmerzen haben sehr viele mögliche Ursachen, können auch durch eine Dysbalance der Elektrolyte entstehen. Z.B. bekommt man im Urlaub womöglich mehr Sonne, was den  Calciumbedarf senken kann, schwitzt aber vielleicht mehr,  was nicht nur Calcium sondern auch Magnesium-, Kalium- und Natrium-Verlust bringen kann. Kopfschmerzen können manchmal auf Natriummangel hinweisen, der entstehen kann, wenn der Flüssigkeitsdurchsatz zu hoch ist oder z.B. Entwässerungstabletten genommen werden.

-Langer Rede kurzer Sinn: Um eine Messung der aktuellen Elektrolyt-Werte (und wenn es geht auch der Blutgase) kommst du nicht herum, wenn du die tatsächliche Ursache der Beschwerden herausfinden willst, und das erscheint mir bei Dauerkopfschmerz durchaus geboten.

Baldige Problemlösung wünscht dir

Frauke

 

 

 

 

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