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HCT "Rote Hand Brief"

HCT "Rote Hand Brief"

| Beitrags-ID: 258757

Dies betrifft insbesondere auch Hypopara-Patienten,die HCT (=Hydrochlorothiazid) verordnet bekommen haben,um die Ca Ausscheidung im Urin zu senken.

HCT steht bei zunehmender Dosierung sowie erhöhter Sonnenlichtexposition im Zusammenhang mit der Entstehung von nicht-melanozytärem Hautkrebs.Nutzen und Risiko bei der Verwendung dieses Medikamentes sollten daher sorgfältig gegeneinander abgewogen werden.Jährliche Vorstellung beim Hautarzt ist angeraten.

Ich habe diese Information heute aus der Endokrinologie der Uniklinik Göttingen erhalten.(vgl.Anhang)

💡 “If you think you are too small to make a difference, try sleeping with a mosquito.” Dalai Lama XIV

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RJG
Teilnehmer
pap. SD-Ca. foll. Variante bei M. Basedow, ED 11/2017

Antwort auf: HCT "Rote Hand Brief"

| Beitrags-ID: 383949

Grundlage dieser Warnung sind Ergebnisse einer Nested-Case-Control-Studie des dänischen Krebsregisters, welche die Inzidenz von Basaliomen (Basal Cell Carcinoma; BCC) und Plattenepithelkarzinomen (Squamous Cell Carcinoma; SCC) in Abhängigkeit von einer HCT-Einnahme untersuchte. SCC der Lippe fanden bei der Erhebung jedoch keine Betrachtung, da diese bereits in Voruntersuchungen mit einer Thiazidtherapie assoziiert wurden. Die Beobachtung ist daher nicht ganz neu.

In der Kohortenuntersuchung war eine Langzeiteinnahme mit einer kumulativen Dosis von mind. 50.000 mg HCT mit BCC und SCC assoziiert. Die HCT-Dosis entspricht dabei einer etwa sechsjährigen Einnahme von 25 mg HCT täglich. Insgesamt wird auf eine Dosis-Wirkungs-Assoziation hingewiesen: Je mehr HCT eingenommen wurde, desto höher lag das Tumorrisiko. Dieses Ergebnis wird mit möglichen dermalen Photosensibilitätsreaktionen durch HCT erklärt.

Die Deutsche Hochdruckliga warnte vor einem ersatzlosen Absetzen von HCT, da dies aufgrund einer Verschlechterung der Blutdruckeinstellung das kardiovaskuläre Risiko betroffener Patienten erhöhen könnte. Insbesondere sei darauf hingewiesen, dass nur HCT, nicht aber andere untersuchte Diuretika mit Hauttumoren assoziiert waren. So fand sich für Indapamid, das ebenso wie HCT in Kombinationspräparaten mit ACE-Hemmern und Amlodipin verfügbar ist, keine Zunahme von Hauttumoren.

1 Nutzer*in hat sich für diesen Beitrag bedankt.

Antwort auf: HCT "Rote Hand Brief"

| Beitrags-ID: 383950

Mich wundert es, dass es hier noch keine Diskussion gibt. GIbt es denn eine HCT Alternative für uns Hypoparas? Nehme auch täglich 25mg HCT zur Senkung der Calcium Ausscheidung im Urin und habe nach den aktuellen Studien wenig Lust, dies mein weiteres Leben lang zu tun.

InSeNSU
Moderator
Basedow, Hypoparathyreoidismus

Antwort auf: HCT "Rote Hand Brief"

| Beitrags-ID: 383951

Hallo,

für alle die noch mehr dazu lesen möchten gibt es hier einen Artikel:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/98583/Hydrochlorothiazid-Hautkrebsrisiko-durch-haeufig-eingesetztes-Diuretikum

Da es für Hypoparas in diesem speziellen Fall keine Alternativen gibt (andere Diuretika schwemmen auch Calcium aus bzw. erhöhen nicht den Serumcalciumspiegel!), wäre im Zweifelsfall in einem solchen Problemfall dann die Behandlung mit Natpar in Erwägung zu ziehen.

Viele Grüße
Frauke

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