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Hypopara/Calcium/Grauer Star

Hypopara/Calcium/Grauer Star

| Beitrags-ID: 436615

Hallo,

mir ist trotz Durchlesens der Themen noch nicht ganz klar, wie hängt das Calcium und verschiedene Ablagerungen im Körper u.a. Grauer Star zusammen? Bei mir ist lt. Endokrinologe alles im unteren Normbereich als SD-Operierte (2001) mit Hypopara und habe nun sehr sehr schnell Symptome des Grauen Stars entwickelt (und auch noch weitere Symptome: sehr trockene Haut, Haare, brüchige Nägel, Haarausfall etc.. Kribbeln in den Füßen….. ). Wie besteht da der Zusammenhang?

Substitution mit L-Thyrox 100 und Decostriol 0,5.

Vielen Dank für die Antwort.

 

InSeNSU
Moderator
Basedow, Hypoparathyreoidismus

Antwort auf: Hypopara/Calcium/Grauer Star

| Beitrags-ID: 436624

Hallo Birgit,

wichtigste Frage: Wurde auch das anorganische Phosphat im Blut bei dir regelmäßig geprüft? Warum das wichtig ist, kannst du in unserer Ernährungsbroschüre ausführlich nachlesen.

https://hypopara.de/cms/wp-content/uploads/2022/04/Ernaehrungsbroschuere_Hypopara_201906.pdf

Die Unterschiede bei den Verkalkungen ergeben sich nach meinem Kenntnisstand folgendermaßen: In allen Körpergeweben herrscht ein bestimmtes (unterschiedliches) Gleichgewicht der Elektrolyte mit einem spezifischen pH-Wert.

Nicht nur durch zu hohe Calciumwerte im Blut (z.B. bei Überdosierung) sondern auch durch ein schlechtes Calcium-Phosphat-Verhältnis, insbesondere durch zu niedriges Calcium bei erhöhtem Phosphat kann dieses Gleichgewicht gestört werden. Und das führt dann zu Verkalkungen, die bei zu hohem Calcium und hohem Calcium-Phosphat-Produkt eher Nieren und Gefäße, bei zu niedrigem Calcium eher die Augen und das Stammhirn betreffen.

Weil man bei niedrigen Calciumwerten eigentlich keine Verkalkungen erwartet, spricht man beim grauen Star und beim Fahr-Syndrom von „paradoxen“ Verkalkungen.

Wegen der Gefahr paradoxer Verkalkungen halte ich einen langfristigen Calciumwert unter 2,1 mmol/l für riskant, selbst wenn man darunter keine sonstigen Beschwerden hat.

Erkenntnisse über die genauen Entstehungsmechsnismen des grauen Stars beim Hypopara gibt es allerdings nur sehr wenige. Hier sehe ich weiteren Forschungsbedarf, weil die Erkrankung zu den häufiger vorkommenden Langzeitfolgen des Hypopara gehört.

Viele Grüße

Frauke

 

 

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Antwort auf: Hypopara/Calcium/Grauer Star

| Beitrags-ID: 436900

Hallo Frauke,

herzlichen Dank für die Antwort.

Jahrelang war alles soweit ausgeglichen nach meiner OP in 2001 wegen Morbus Basedow. Vor ca. 2 Jahren begannen die Schwierigkeiten. Mal hatte ich plötzlich zu hohe Schilddrüsenwerte und musste das L-Thyrox geringer dosieren. Dabei hatte ich auch erhöhte Hashimoto Antikörper, was mir paradox erscheint. Nach einiger Zeit ging es mir wieder besser und ich habe wieder höher substituiert, die Antikörper verschwanden. Was blieb waren die, oft sehr schmerzhaften, Muskelbeschwerden und die Muskelabnahme. Die Haut wurde zunehmen trockener.

Nun kommen diese Nebenwirkungen mit den Augen.

Meine Blutwerte Calcium/Phosphor wurden im August durch den Endokrinologen und im September durch eine Heilpraktikerin bestimmt:

August:                Calcium                              2,17                       Ref. 2,1-2,5 mmol/l

Phosphat anorg.              3,8                          Ref. 2,5-4,8 mg/dl

September:       Calcium                               2,26                       Ref. 2,15-2,50

Phosphat anorg.               1,09                       Ref.  0,81-1,45 mmol/l

Aufgrund der Sehstörungen wurde mir noch einmal vom Endokrinologen Anfang Dezember Blut abgenommen, aber diesmal ohne Phosphat anorg. zu ermitteln.

Calcium                                2,17                       Ref. 2,1-2,5 mmol/l

Der Quotient Calcium zu Phosphor in den Nahrungsmitteln liegt ca. bei 1:1,2,

Das ich auf das Calcium/Phophat Verhältnis achten soll war mir nicht bekannt. Einen Urinprobe bezüglich der Calciumausscheidung habe ich in all den Jahren nie abgegeben. Ebenso besaß ich bis vor kurzem keinen Notfallausweis, sondern nur einen Jod-Pass.

Mein Endokrinologe sagt, dass alles in Ordnung sei und mir ist nicht klar, wo ich nun ansetzen soll. Geplant ist ein Besuch beim Neurologen im Januar. Worauf soll ich ihn hinweisen?

Vielen Dank für die Antwort im Voraus.

Anonym
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