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Ist das eine postoperative Hypopara

  • Dieses Thema hat 23 Antworten und 3 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert 21.02.2024 - 15:37 von Ste.
Ste
Gast

Ist das eine postoperative Hypopara

| Beitrags-ID: 455446

Hallo,

kurze zur Vorgeschichte, ich hatte 2012 die erste SD Operation, danach Probleme mit dem Calcium, hatte sich aber alles wieder eingependelt.

 

Juli 2022 hatte ich leider wieder SD Gewebe auf der linken Seite, also wieder Op.

Nun war ich letzte Woche einen Termin im Hormonzentrum, im Bericht steht jetzt das ich eine Hypopara haben könnte.

 

werte:

Calcium im S 2.23 (2.15 – 2.65)

PtH 1-84  1.4 (0.49 – 2.73)

albium korrigiertes Calcium 2.04 (2.15-2.65)

 

Nun stellt sich bei mir wieder die Panik ein, alle Calcium Werte nach OP waren in der Norm.

der Endokrinologe sagte drei Monate nach OP alles gut, keine Hypopara.

ich supplementäre auch kein Calcium, trinke lediglich Calciumreiches Wassed.

 

der Vitamin D Spiegel ist bei 60.9 (30-100)

 

kann man hier von einem Hypopara ausgehen? Das hätte doch mal Symptome machen müssen.

bei Infekten spüre ich eventuell mal ein Kribbeln um den Mund.

herzlichen Dank im Voraus

Antwort auf: Ist das eine postoperative Hypopara

| Beitrags-ID: 455451

In der Regel kannst Du dich auf Deine Körperwahrnehmung verlassen. Hier hat der unerwartete Befund offensichtlich dafür gesorgt, dass Deine Selbstwahrnehmung stark erhöht ist und Du Dinge bemerkst, die Dir normalerweise nicht auffallen würden (wie das Kribbeln um den Mund bei einem Infekt, das auch Nicht-Hypoparas haben können.)

Wenn Du keine Symptome hast, würde ich Dir raten wollen, Dir keine Gedanken zu machen, zumal (wenn ich es richtig sehe) auch Deine Blutwerte offenbar sämtlich innerhalb der jeweiligen Normbereiche liegen (ob das Albumin korrigierte Calcium zu niedrig ist, kann man erst beurteilen, wenn man die Standardabweichung zu diesem Mittelwertbereich kennt).

Ich erlebe es in letzter Zeit leider immer wieder, dass falsche Textbausteine im Befund landen, bzw. nicht herausgestrichen werden. Meistens aus Schlampigkeit, mitunter spielen auch Haftungsgründe eine Rolle: wenn das Hormonzentrum in den Befund schreibt, dass Du eventuell Hypopara haben könntest, kann denen niemand mehr an den Karren fahren, wenn Du irgendwann mal entsprechende Symptome entwickeln solltest. Genauso gut „könntest“ Du aber Haarausfall, Karies und Parodontose haben – oder eben nichts von alledem.

Du wirst doch sicherlich regelmäßig zur Blutuntersuchung müssen. Also kannst Du Deinen Calcium-Spiegel regelmäßig überprüfen lassen (und hoffentlich feststellen, dass alles in Ordnung ist).

Liebe Grüße

Simone

Ste
Gast

Antwort auf: Ist das eine postoperative Hypopara

| Beitrags-ID: 455452

Herzlichen Dank für die Antwort, der Calcium Spiegel im Serum wird immer abgenommen und war immer in der Norm, wenn auch unten.

 

Ich hatte vor diesem Termin nun auch massive Angst und Panik, da ich Angst hatte, das wieder SD Gewebe zu sehen ist.
Ich wurde nach der ersten OP leider nie richtig untersucht und kontrolliert.
Nur jetzt wurde dieser Wert abgenommen und war leicht unter der Norm und nun auf einmal steht nochmal eine Diagnose im Raum.
kann der Wert den auch absinken wenn man diesem psychischen Stress ausgesetzt ist?

also reagiert dieser Wert so schnell? Ich war auch nicht nüchtern, hatte lediglich das L-Thyroxin nicht genommen.

 

die Praxis rät nun zu 24h Sammelurin und nochmals Blut.

meine Hausärztin nimmt immer nur Calcium aus Serum,

 

Antwort auf: Ist das eine postoperative Hypopara

| Beitrags-ID: 455488

Psychischer und physischer Stress unterscheiden sich in physiologischer Hinsicht weniger als man gemeinhin annimmt. Bei beidem wird die HHNA (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse) aktiviert.

Dementsprechend kann auch der Calcium-Spiegel bei psychischem Stress (wie auch bei großer geistiger Anstrengung, etwa einer Prüfung oder einer schweren Verhandlung) sinken.

Das ist eine ganz normale Reaktion Deines Körpers, der in Stressituationen die Vorgänge in Deinem Körper so anpasst, dass Du (zumindest theoretisch;) ganz schnell flüchten oder kämpfen kannst.

Liebe Grüße

Simone

 

Ste
Gast

Antwort auf: Ist das eine postoperative Hypopara

| Beitrags-ID: 455489

Dann ist die Wahrscheinlichkeit also höher das es an meiner Panik, als an der vermuteten Diagnose steht, oder?

 

 

Antwort auf: Ist das eine postoperative Hypopara

| Beitrags-ID: 455490

Das ist gut möglich. Manchmal spielt uns unsere Physiologie ziemliche Streiche…

Ste
Gast

Antwort auf: Ist das eine postoperative Hypopara

| Beitrags-ID: 455491

Die anderen Blutwerte sind ja alle in Ordnung soweit ich das bewerten kann.

ich hab leider eine totale Panik gegenüber Ärzten und Diagnosen entwickelt. Jedes Mal wenn ich zu einem Arzt gehe steht hinter her irgendein Mist im Raum.

Die Ärztin hat mich ja erlebt, das ich vor lauter Panik nicht sprechen konnte etc…

 

Antwort auf: Ist das eine postoperative Hypopara

| Beitrags-ID: 455492

Was aber auch normal ist: wenn der Säbelzahntiger vor Dir steht, oder ein Feuer ausbricht, muss Deine Wahrnehmung in den „Messerscharf“-Modus umschalten, damit Deine Überlebenschancen maximal sind.

Ich hatte Deine letzte Antwort nicht gesehen:

Mach‘ Dir so wenig Sorgen, wie möglich. Deine Blutwerte sehen normal aus, wenn Du keine Riesen-Änderungen im Lebensstil vornimmst (etwa auf einmal täglich einen Marathon läufst), sollte das auch so bleiben.

 

  • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monaten, 2 Wochen von Simone3.
Ste
Gast

Antwort auf: Ist das eine postoperative Hypopara

| Beitrags-ID: 455493

Ich danke Dir für deine Antworten und die Zeit die du Dir nimmst um zu antworten.

 

Antwort auf: Ist das eine postoperative Hypopara

| Beitrags-ID: 455495

Nichts zu danken, immer gerne!

Ste
Gast

Antwort auf: Ist das eine postoperative Hypopara

| Beitrags-ID: 455791

Hallo, ich habe nun einen Sammelurin abgegeben und den Befund nun per Post bekommen.

die Calcium Ausscheidung ist Tz niedrig (0.09 ) und die Konzentration liegt bei 1.33 mmol.

 

Was bedeutet das nun?

Die Ärztin schriebt in 3 Monaten nochmals Calcium Serun und dann aktiviertes Vitamin D wie Einsalpha.

Ich muss dazu sagen vor der Messung hatte ich das Calcium Minerawasser nicht genommen und nur Leitungswasser getrunken.

Danke für eure Antworten.

Ste
Gast

Antwort auf: Ist das eine postoperative Hypopara

| Beitrags-ID: 456300

Hallo, darf ich nochmal erinnern?

ausserem habe ich noch eine Frage ich habe nun über ca 9 Monate eine glaub sehr hohe Dosis Vitamin d genommen, dies wurde so von Endokrinoligeb angeordnet. Täglich 6 Tropfen 20.000.

Ist es möglich das diese Dosis den Calcium Haushalt ebenso stört?

 

Veroline
Nutzer*In
Pap. Karzinom, Hypopara, Stimmbandparese links

Antwort auf: Ist das eine postoperative Hypopara

| Beitrags-ID: 456308

Du hast jetzt täglich 20000 Einheiten Vitamin D genommen?

Ste
Gast

Antwort auf: Ist das eine postoperative Hypopara

| Beitrags-ID: 456309

Der Endo hatte mir Vigantol 20.000 I.E./ml verschrieben und hier täglich 7 Tropfen.
Ich hatte das nicht hinterfragt und jetzt beim Ursachen finden, bin ich hier im Forum darüber gestolpert das zu viel eventuell die NebendSD bremst.

InSeNSU
Moderator
Basedow, Hypoparathyreoidismus

Antwort auf: Ist das eine postoperative Hypopara

| Beitrags-ID: 456347

Hallo,

bitte umgehend noch mal beim Hausarzt den Calciumwert und Vitamin D (25-OH-D3) messen lassen! -Bei Hypopara ist die Messung von Vitamin D mit der Kasse abrechenbar, weil bei der Erkrankung zur Therapiekontrolle medizinisch erforderlich (gemäß europäischen Leitlinien).

Wovon war die Konzentration bei der letzten Messung 1.33 mmol? Wenn es das ionisierte Calcium war (was ich vermute), dann bist du bereits auf dem Weg in eine Überversorgung, denn da geht der Normbereich nur bis 1,35 mmol/l !!! Gut, wenn zumindest die Calciumausscheidung im Urin noch nicht erhöht ist.

https://flexikon.doccheck.com/de/Serumkalzium

Eine Hypercalciämie durch zu viel Vitamin D läßt sich auch durch Weglassen des Vitamin D nur langsam wieder senken, da Vitamin D in seiner Urform (wie in Vigantol) sehr lange nachwirkt!

Mit 7 Tropfen zu 500 I.E. hast du täglich 3500I.E. genommen, nicht 20000 (das ist nur der Produktname), was du im Beipackzettel nachlesen kannst.

https://api.gebrauchs.info/2a96f4225f6c0fa2971de535df10be1di

Dort sind auch die Gefahren einer Überdosierung beschrieben.

Jedenfalls sollte umgehend der aktuelle Stand von Calcium (morgens nüchtern) gemessen werden, denn der Zielwert für Calcium ist beim Hypopara der untere Normbereich, nicht der obere.

Bitte auch die Behandlungsempfehlungen ausdrucken oder bestellen und mit zum Arzt nehmen:

https://www.sd-krebs.de/wp-content/uploads/2023/04/BehandlungsempfHypopara-20230414-Online.pdf

-Und natürlich auch selbst lesen, um auf Augenhöhe dem Arzt Fragen zur weiteren Therapie stellen zu können.

Hier besteht meines Erachtens erheblicher Diskussionsbedarf!

Viele Grüße

Frauke

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Ste
Gast

Antwort auf: Ist das eine postoperative Hypopara

| Beitrags-ID: 456348

Versteh ich es richtig das ich zu viel Vitamin D genommen habe und damit mein claciun Spiegel gesunken ist?

Ste
Gast

Antwort auf: Ist das eine postoperative Hypopara

| Beitrags-ID: 456349

Mein Calcium Wert war immer in der unteren Norm. Das ich nun ein Problem mit den Nebenschilddrüsen habe, kam nun raus weil sie den anderen Wert genommen hat.

Ich versteh nur noch Bahnhof

InSeNSU
Moderator
Basedow, Hypoparathyreoidismus

Antwort auf: Ist das eine postoperative Hypopara

| Beitrags-ID: 456350

Hallo,

darum sollst du ja die Behandlungsempfehlungen lesen!!! DieErkrankung ist selbst bei vielen Ärzten nicht richtig bekannt. Da sollte man sich als Patient auch selbst schlau machen.

Durch zu viel Vitamin D kann der Calciumspiegel zu hoch (nicht zu niedrig) werden, was aber genauso gefährlich ist, wie zu niedrig.

Bitte bei Laborergebnissen immer die Maßeinheit und den Referenzbereich dazu erfragen, sonst weiß keiner, was es bedeutet, und man kann nur spekulieren.

Viele Grüße

Frauke

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Ste
Gast

Antwort auf: Ist das eine postoperative Hypopara

| Beitrags-ID: 456351

Bei mir sei es aber ja beides zu niedrig. Und deswegen habe ich ihrere Meinung nach eine postoperative Nebenschilddrüsenschwäche.

InSeNSU
Moderator
Basedow, Hypoparathyreoidismus

Antwort auf: Ist das eine postoperative Hypopara

| Beitrags-ID: 456352

Hallo,

wichtig ist doch, wie dein Zustand jetzt, nach der längeren Einnahme von Vitamin D ist. Manchmal reicht die Behebung eines Vitamin D-Mangels, dann reicht das vorhandenen PTH wieder aus. Dann wäre womöglich keine Therapie mit Alphacalcidol oder Calcitriol mehr erforderlich.

Das kann man aber nur über eine aktuelle Messung aller entsprechenden Werte rauskriegen, siehe oben.

Viele Grüße

Frauke

 

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