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Wird die Vitamin D Messung nicht mehr von der AOK bezahlt?

Gabriele 100
Gast

Wird die Vitamin D Messung nicht mehr von der AOK bezahlt?

| Beitrags-ID: 434435

Dieses Thema bezieht sich auf folgenden Artikel aus dem Wissensbereich: Vitamin D (Grundlagen).

Guten Abend! Ich bin noch nicht registriert, möchte aber eine Frage stellen. Vor ca. 3 Wochen hatte ich meine jährliche Blutuntersuchung beim Hausarzt. Bei der Gelegenheit wurde mir mitgeteilt, dass Vitamin D zukünftig keine Kassenleistung mehr ist und selbst bezahlt werden muss. Ich bin total operiert wegen Morbus Basedow und nehme Calcium und da geht es mir nicht ums Geld sondern um Gerechtigkeit! Ich bedanke mich im Voraus für eine Antwort.

Gruß Gabi

InSeNSU
Moderator
Basedow, Hypoparathyreoidismus

Antwort auf: Wird die Vitamin D Messung nicht mehr von der AOK bezahlt?

| Beitrags-ID: 434460

Hallo Gabi,

Vitamin D musste ich (Basedow und Hypopara) bislang immer selbst zahlen beim Hausarzt. Beim Endo und beim Nephrologen dagegen nie. Die Kasse (bei mir DAK) scheint da weniger eine Rolle zu spielen als die vom Arzt bestätigbare medizinische Notwendigkeit. Und da scheinen Endos und Nephrologen mehr Möglichkeiten zu haben als Hausärzte. -Oder ein grösseres Budget.

Ruf die Kasse doch ruhig noch mal an und erklär die Indikation. Vielleicht kannst du das Argument des Hausarztes dann sogar entkräften.

Viele Grüsse

Frauke

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Antwort auf: Wird die Vitamin D Messung nicht mehr von der AOK bezahlt?

| Beitrags-ID: 434496

Hallo,

gibt es eine Hypopara-Leitlinie, in der die Kontrolle des Vitamin D beschrieben wird? Weil damit lässt sich die Notwendigkeit klar begründen.

Viele Grüße,

Harald

InSeNSU
Moderator
Basedow, Hypoparathyreoidismus

Antwort auf: Wird die Vitamin D Messung nicht mehr von der AOK bezahlt?

| Beitrags-ID: 434546

Hallo Harald,

in den europäischen Leitlinien

https://www.ese-hormones.org/media/3823/ese-clinical-guideline_-treatment-of-chronic-hypoparathyroidism-in-adults.pdf

heißt es:

R.2.6 We suggest aiming at an adequate vitamin D status.

Begründung:

ReasoningVitamin D insufficiency has been associatedwith adverse effects on skeletal as well as extra-skeletalhealth (61). Severe vitamin D deficiency is associated with symptoms of myopathy, and patients with HypoPT often have neuromuscular complaints (4, 38, 53). To ensure that symptoms are not caused by low vitamin D levels, it seems reasonable to ensure an adequate vitamin D status (55). A serum concentration of 25-hydroxyvitamin D (25OHD) above 50 nmol/l (20 ng/ml) may be considered as adequate (41, 62, 63). Remarks “ Treatment with activated vitamin D analogues does not ensure an adequate vitamin D status in terms of serum 25OHD levels. As calciferol itself may be of importance to a number of cellular processes and may undergo hydroxylation to 1,25(OH) 2 D catalyzed by local hydroxylases in different tissues (64), it seem reasonable to ensure sufficient 25OHD levels, despite treatment with activated vitamin D analogues.

und

R.3.6 We recommend vitamin D supplementations in a daily dose of 400–800 IU to patients treated with activated vitamin D analogues.

Beim Monitoring steht allerdings nur:

R.4.1 We recommend routine biochemical monitoring of serum levels ionized or albumin adjusted total calcium, phosphate, magnesium and creatinine (estimated glomerular filtration rate (eGFR)), as well as assessment of symptoms of hypocalcaemia and hypercalcaemia at regular time intervals (e.g. every 3–6 months).

Will man aber das genannte Ziel eines adäquaten Vitamin D-Status erreichen, muss man den Status doch erstmal messen und nach Supplementation auch kontrollieren, nur nicht so oft und regelmäßig wie die anderen Werte.

In den DGE Behandlungsempfehlungen steht Vitamin D nicht in der Liste regelmäßig zu prüfender Werte.

Viele Grüße

Frauke

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  • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 2 Monaten von InSeNSU.
    Diese Antwort wurde 2-mal bearbeitet.
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