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Ist mein Befund falsch geschrieben oder wie soll ich das verstehen— jetzt riesen Angst

Ist mein Befund falsch geschrieben oder wie soll ich das verstehen— jetzt riesen Angst

| Beitrags-ID: 456626

Hallo,

eben kam nach meiner Anforderung mein histologischer Befund aus der Pathologie. Der Befund ist doppelseitig geschrieben, also vorne auf der 1. Seite, und hinten drauf als 2. Seite. Mit den 2 Seiten erwähne ich deshalb, weil ich erst dachte, dass die Pathologie sich ebenfalls wie auch schon die Klinik verschrieben hat.

Aber eben rief ich in der Klinik an und fragte was das soll, dass ich wohl doch ein follikuläres 4mm großer SD Karzinom habe, statt ein papilläres. Die wissen selbst jetzt nicht was das bedeutet. Es ist unglaublich! Das macht mich völlig fertig, ich sitze jetzt hier und weine. Ich weiß nicht wie man den Befund sonst verstehen kann!

Ich schreibe jetzt meinen ganzen Befund hier rein, was in roter Farbe geschrieben ist, dazu habe ich jeweils eine Frage gestellt, auch in rot fettgedruckt geschrieben + mit dem blau geschriebenen meine ich die 2 verschiedenen Diagnosen:

 

Material/Klinische Angabe

Struma multinodosa

 

Makroskopischer Befund

I. Schilddrüsenlappen links:

Zwei min. 1,6 max. 2,4 cm messende und 5,4 g schwere Schilddrüsenfragmente. Die Fragmente sind eingeschnitten. An den Schnittflächen mehrere bis zu 0,6 cm messende kolloidial glänzende Knoten. (was bedeutet eingeschnitten) ? 

Kapselbelegung: 1+2: Repräsentative Einbettung der Knoten.

II. Schilddrüsenlappen rechts:

Zwei min. 2,1 max. 2,8 cm messende und zusammen 7,2 g schwere Schilddrüsenresektate. Die Fragmente sind bereits eingeschnitten. (was bedeutet bereits eingeschnitten) ? An den Schnittflächen mehrere bis zu 0,8 cm messende kolloidial glänzende Knoten.

Kapselbelegung: 1+2: Repräsentative Einbettung der Knoten.

III. Zentrale Lymphknoten:

Zwei min. 0,7 max. 1,1 cm messende teils fettartige, teils knotige Gewebsfragmente. in toto. (durch was wird das Gewebe fett + was heißt „in toto“) ?

 

Mikroskopischer Befund 

I. und II: Knotig umgebautes, kolloidhaltiges Schilddrüsengewebe mit zystisch regressiv veränderten und sklerosierten, teilweise konfluierenden, abschnittsweise mikrofollikulären Strumaknoten ohne Kapseldurchbrüche oder Gefäßinfiltration. Eingestreut wenige wenige lymphozytäre Zellen.  (was bedeutet regressiv, oder konfluierenden, oder eingestreute lymphozytäre, wo sind sie eingestreut) ? Die Thyreozyten abschnittsweise aktiviert.

In II: zudem ein 4mm großer, überwiegend follikulär aufgebauter Tumor mit aufgehellten, sich überlagernden Zellkernen mit Kerneinkerbungen und fokal Pseudoinklusionen sowie Stromadesmoplasie. Tumorfreier Präparaterand. (er ist vielleicht nur follikulär aufgebaut, dass muss ja nicht heißen dass er auch follikulär ist) ? + (was heißt: mit Kerneinkerbungen und fokal Pseudoinklusionen sowie Stromadesmoplasie) ? 

III. Zwei tumorfreie  Lymphknoten.

 

Pathologisch-anatomische Diagnose

I. Schilddrüsenlappen links:

Struma nodosa

II. Schilddrüsenlappen rechts:

4 mm gr0ßes papilläres Schilddrüsenkarzinom, vollständig erfasst (lokal R0) neben regressiv verändertem Strumaknoten. (was heißt das)?

III. Zentrale Lymphknoten:

Zwei tumorfreie Lympknoten (0/2)

TNM-Klassifikation (gemäß 8. Auflage):

pT1a, pN0 (0/2), L0, V0, Pn0,(was heißt das ) ?

Lokal R0

Zur Qualitätssicherung wurde die Dignität des Befundes von einem zweiten Fachpathologen/einer zweiten Fachpathologin bestätigt (Frau …..)

Fr, Dr,….

 

Ein junger Arzt der sich anhörte als wenn es kein Arzt ist, weil er immer wieder stockte, wenn ich ihm etwas dazu sagte oder fragte. der will das jetzt klären, morgen in der Pathologie und mit der Chirurgin. Mit der Chirurgin nutzt mir gar nichts, nur mit der Pathologie, weil mein OP am 16.10.23 war, somit kann sich die Ärztin wohl kaum daran erinnern, und den pathologischen Befund ablesen kann jeder. Ich habe dem so genannten Arzt gesagt, dass man das Gewebe nochmals untersuchen soll, zur Not zahle ich es selbst. Und ich hoffe das Gewebe ist in der Pathologie asserviert worden. Kann ich überhaupt darauf bestehen, dass man es nochmals untersucht, das Gewebe?

Außer meine Nervenanspannung und meine große Angst und Ungewissheit muss ich u.a. die genaue Diagnose noch wissen, weil  ich eine IPMN Seitengang (zystischer Tumor) in dem Pankreas habe, noch gutartig, werde deshalb engmaschig  kontrolliert. Aber auf die Krebsdiagnose jetzt in der SD hin, muss ich mich nach Heidelberg wenden, dort sitzen meine Ärzte für die Pankreas. Denen muss ich eine genaue Diagnose mitteilen!

Es sei denn, hier im Forum kann mich einer beruhigen dazu, oder mich aufklären und mir sagen, dass ich keine Therapie danach brauche, und mir vielleicht dazu schreiben, was mit dem Befund jetzt für eine Diagnose gemeint ist. Der „angebliche“ Arzt eben am Telefon, wenn es es denn einer ist… sagte mir ich bräuchte keine Therapie, weil ich keine Kapseldurchbrüche hätte. Ich weiß nicht mehr was ich noch glauben soll?! Er wäre bei meiner OP dabei gewesen, las er gerade in den Unterlagen. Meines Erachtens kann man sich nicht an einzelne Patienten von vor 5 Monaten erinnern.

Der Befund ist dann doch nicht papillär, sondern follikülär, – oder ist es eine Mischung? Warum steht aber dann hinten drauf zum Abschluss 4mm großes papilläres Schilddrüsenkarzinom und vorne steht 4mm großer, überwiegend follikulär aufgebauter Tumor? Es macht mir so Angst nicht zu wissen welchen Tumor ich jetzt habe und b) habe ich doch den follikulären SD-Krebs?

Ich wäre euch sehr dankbar wenn ihr mir eure Meinung oder euer Wissen zu dem Befund schreiben könntet. Meines Wissens, sind das 2 verschiedene Diagnosen, oder vielleicht doch nicht, was ich so sehr hoffe?

LG Petty1

Antwort auf: Ist mein Befund falsch geschrieben oder wie soll ich das verstehen— jetzt riesen Angst

| Beitrags-ID: 456627

Heißt

Eingestreut wenige lymphozytäre Zellen

das, dass der Krebs gestreut hat oder wie soll man das verstehen?

Die Ärztin sagte nein.

LG Petty

 

chmals

 

Antwort auf: Ist mein Befund falsch geschrieben oder wie soll ich das verstehen— jetzt riesen Angst

| Beitrags-ID: 456629

Sorry, dass ich nochmals was geschrieben habe, aber ich bin völlig durcheinander durch die ganze Sache heute

Ich habe wohl ein papilläres SD-Karzinom und kein papilläres Mikrokarzinom, lt. Aufklärung von DocCheck Flexikon, da die Strukturen follikulär aufgebaut sind

flexikon.doccheck.com : Papilläres Schilddrüsenkarzinom

Aber durch was wird es als Mikrokarzinom benannt? Dann liegt es wohl nicht an der Größe sondern am Aufbau?

LG Petty

  • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Wochen, 1 Tag von Harald.

Antwort auf: Ist mein Befund falsch geschrieben oder wie soll ich das verstehen— jetzt riesen Angst

| Beitrags-ID: 456631

Hallo Petty1,

es ist ja ein wirklich sehr kleiner Tumor (pT1a), den die Pathologie da bei dir gefunden hat.

Beim papillären achtet man mehr auf die Größe, beim follikulären auf „ohne Kapseldurchbrüche oder Gefäßinfiltration“ .

Das bedeutet egal ob es ein papilläres und follikuläres Schilddrüsenkarzinom war, der Schilddrüsenkrebs wurde vollständig entfernt (R0), und die Operation ist in der Regel eine völlig ausreichende Therapie.

Es gibt auch das NIFTP, was gar nicht mehr als Tumor bezeichnet wird, weil auch hier mit der Operation alles erledigt wurde:

nicht-invasiver follikulärer Tumor (Neoplasie) mit papillär-ähnlichen Kernmerkmalen
engl: noninvasive follicular thyroid neoplasm with papillary-like nuclear features = NIFTP
(früher: eingekapselte follikuläre Variante des papillären Schilddrüsenkrebs)

Definition
Ein nicht-invasiver follikulärer Tumor (Neoplasie) mit papillär-ähnlichen Kernmerkmalen (NIFTP) liegt dann vor, wenn in der Histologie folgende Kriterien erfüllt sind:Vollständig gekapselter Tumor ohne Nachweis des invasiven Wachstums (Gefäßeinbruch, Kapseldruchbruch, Einwachsen in das nicht-neoplastische Schilddrüsengewebe).
Follikuläres Wachstum mit papillär-ähnlichen Kernmerkmalen

Damit gut und bösartige Tumor wachsen können, brauchen sie eine Desmoplasie.

Vieles findest Du über das Glossar erklärt.

Die andren Fragen wird dir morgen der Pathologe beantworten.

Viele Grüße

Harald

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Antwort auf: Ist mein Befund falsch geschrieben oder wie soll ich das verstehen— jetzt riesen Angst

| Beitrags-ID: 456632

Was ist der Unterschied zwischen den beiden Karzinomen?

LG Petty

Antwort auf: Ist mein Befund falsch geschrieben oder wie soll ich das verstehen— jetzt riesen Angst

| Beitrags-ID: 456634

Hallo Petty1,

das papilläre Schilddrüsenkarzinom streut über die Lymphknoten.

Je größer das papilläre, desto größer die Wahrscheinlichkeit von Lymphknotenmetastasen.

Papilläre Mikrokarzinome (unter 1 cm) haben in der Regel keine Lymphknotenmetastasen, daher ist die chirurgische Entfernung ausreichend.

Die follikulären Schilddrüsenkarzinom steuen über die Blutgefäße, die Größe des primör Tumor ist da nicht bzw. weniger von Bedeutung, sondern dass „ohne Kapseldurchbrüche oder Gefäßinfiltration“.

Und ebenso bei der follikulären Variante des papillären Schilddrüsenkarzinom, das dann ein NIFTP ist, wenn kein Kapseldruchbruch und keine Gefäßinvasion vorhanden ist.

Viele Grüße

Harald

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  • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Wochen, 1 Tag von Harald.
1 Nutzer*in hat sich für diesen Beitrag bedankt.

Antwort auf: Ist mein Befund falsch geschrieben oder wie soll ich das verstehen— jetzt riesen Angst

| Beitrags-ID: 456641

Hallo Harald,

ich danke dir für deine Antworten. Ich habe ja eine Stromadesmoplasie.

Da das Bürgerhospital den Schnellschnitt an die Frankfurter Uni einsenden muss, konnten sie während der OP noch nicht wirklich wissen, ob ich Krebs habe. Sie haben mir dann die gesamte SD entfernt, weil ich so viele kleine Knoten hatte, was auch ein Wunsch von mir war bei dem kleinsten Verdacht. Und erst 2 Tage später wussten die Ärzte das es Krebs ist, weil der Pathologe es per Zufall entdeckt hatte. Die vor der OP 2 verdächtigen TIRADS Knoten waren gutartig. Die Chirurgin hat auch vorsorglich 2 Halslymphknoten mit entfernt.

Und ich steigere mich immer mehr rein, dass vielleicht andere Halslymphknoten Metastasen haben könnten. Woher will die Chirurgin wissen, dass nicht andere Halslymphknoten Metastasen haben, als nur die 2 Entnommenen, die ja keine hatten. Es wurde ja alles prophylaktisch entfernt.

Aber du hast mich etwas beruhigt mit der Aussage

Papilläre Mikrokarzinome (unter 1 cm) haben in der Regel keine Lymphknotenmetastasen, daher ist die chirurgische Entfernung ausreichend.

Welche Frage ich mir noch stelle, warum in meinem Befund nicht „papilläres Mikrokarzinom“ steht, sondern nur papilläres Karzinom? Welche Diagnosemerkmale besagen denn Mikro und nicht Mikro? Macht es nur die Größe aus oder auch Merkmale im Gewebe?

LG Petty

 

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