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Erfahrungen mit psychischen Problemen aufgrund Hypopara

Erfahrungen mit psychischen Problemen aufgrund Hypopara

| Beitrags-ID: 456489

Hallo liebes Netzwerk,

mich würde interessieren, ob andere Hypopara Patienten auch psychische Symptome, wie Angst und Depressionen nach der OP entwickelt haben.

In meinem Fall wurde das Parathormon – im Rahmen einer Nebenschilddrüsen OP – vor einem Jahr von 200 auf 5 gesenkt, um der beginnenden Osteopenie entgegenzuwirken.

Das Parathormon schwankt momentan auch in Abhängigkeit von der Kalziumsubstitution (derzeit ca. 1000 mg/d) zwischen 10 und 20. Weitere Werte sind immer gut im Normbereich, Kalzium versuche ich soweit wie möglich nicht über gesamt 2,2 nüchtern steigen zu lassen.

Seit dieser Zeit habe ich immer „Zittern am Herzen“, so beschreibe ich dies. Mir wurde nach entstandenem hohen Blutdruck Angstattacken und Depression offiziel bescheinigt. Seit Mai letzten Jahres werde ich deshalb behandelt, habe mittlerweile auch einen guten Psychotherapeuten. Die Symptome werden zwar sehr langsam besser, habe aber immer noch ziemliche Angstattacken, dann geht der Blutdruck nur noch etwas hoch (daran merke ich auch das das System sich ausgleicht) und nach den Angstattacken und bei diesem schrecklichen Wetter verfalle ich in ziemliche Depressionen. Vor der OP war ich eher euporisch, begeistert und Depressesionen mit körperlichen Schlechtfühlen kannte ich gar nicht.

Daher meine Frage, haben auch andere Patienten Erfahrungen mit Angstattacken, hohem Blutdruck und Depri aufgrund dieses möglichen unausgeglichen Elektrolyte oder fehlender Parathormonsteuerung oder auch einfach nach fehlender Nachsorge nach der OP?

Wie sind die Erfahrungen?

Wurden Tabletten verabreicht?

Meine Endokrinologin ignoriert bisher komplett diese psyschichen Symptome.

Ich würde mich über einen Austausch freuen und gern von anderen Erfahrungen hören.

Liebe Gruesse

Ulrike

  • Dieses Thema wurde geändert vor 1 Monat, 1 Woche von Harald.

Antwort auf: Erfahrungen mit psychischen Problemen aufgrund Hypopara

| Beitrags-ID: 457139

Hallo Ulrike,

Ich kann gut verstehen wie du dich fühlst. Bei mir ist es umgekehrt. Meine Symptome werden rein auf die Psyche gelenkt und es wird kaum ein Zusammenhang mit der Schilddrüse und den Hormonen eruiert. Ich hatte auch bereits OP, bei der die gesamte SD entnommen wurde. Mein Parathormon ist recht niedrig..

LG aus Wien

Antwort auf: Erfahrungen mit psychischen Problemen aufgrund Hypopara

| Beitrags-ID: 457148

Hallo Anneli, bei mir versuchen manche Ärzte auch alles auf die Psyche zu schieben, auch die endo der Uniklinik München. Aber diese Angst ist klar ein mögliches Symptom von hypopara…stand auch in irgendeinem Merkblatt. Mein Psychotherapeut der auch Arzt ist versteht das auch, das das Nervensystem durch die unausgeglichen Elektrolyte leichter erregt werden kann, dann Angst auslösen, das Adrenalin verengt wahrscheinlich die Venen und der Blutdruck steigt. Das ist möglich, aber schwer nachweisbar. Der Arzt meinte dies ist ein Forschungsprojekt. Die Ärzte kennen, vermuten hier Symptome aber wollen davon nichts wissen. Mich wundert nur, dass hier im Netzwerk eigentlich nie über Psyche berichtet wird. Liebe Grüße und alles gute Ulrike

Antwort auf: Erfahrungen mit psychischen Problemen aufgrund Hypopara

| Beitrags-ID: 457488

Hi Ulrike,

Ja, finde es auch sehr schade, dass hier viel zu wenig über die Psyche gesprochen wird… auch dass mir keiner helfen kann in Bezug auf Antidepressiva und Thyrex…Alles gute

InSeNSU
Moderator
Basedow, Hypoparathyreoidismus

Antwort auf: Erfahrungen mit psychischen Problemen aufgrund Hypopara

| Beitrags-ID: 457519

Hallo zusammen,

es gibt diverse Studien zum Thema Lebensqualität bei Hypopara, die ausführlich auch auf die psychischen Aspekte eingehen. Entsprechende Probleme sind also gut bekannt. Die Studien beschränken sich aber alle auf Beschreibungen. Insofern gibt es für die Behandlung der Psyche beim Hypopara bislang keinerlei Leitlinien oder Behandlungsempfehlungen.

Wir hier müssen uns daher weitestgehend auf die Information über die Physiologie und die Medikation beschränken. Alles andere hätte keine wissenschaftliche Grundlage.

In Sachen Schilddrüsenkrebs gibt es einiges im Wissensbereich, z.B. dies:

https://www.sd-krebs.de/wissensbereich/krankheiten/studie-welche-betroffenen-mit-schilddrusenkrebs-leiden-eher-unter-angsten-und-depressionen-noto-2022/

Viele Grüße

Frauke

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  • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat von InSeNSU.

Antwort auf: Erfahrungen mit psychischen Problemen aufgrund Hypopara

| Beitrags-ID: 457531

Danke Frauke,

interessant wären die Erfahrungen der Patienten, welche psychotherapeutische Hilfe in Anspruch genommen haben. Meistens gibts hier leider nur Pillen.

 

Liebe Gruesse

Ulrike

 

Antwort auf: Erfahrungen mit psychischen Problemen aufgrund Hypopara

| Beitrags-ID: 457532

Ich kenne das leider auch.. zuerst nach der Schilddrüsen Entfernung.. hatte man noch Hoffnung..auch das die Stimmbandlähmung zurück geht..aber nach jetzt 1 Jahr ist man nicht mehr so voller Hoffnung.. irgendwie kommt immer was neues.   Jetzt hat sich auch noch ein Tinnitus entwickelt.. wäre ich ein Auto.. käme ich nicht durch den TÜV 😲 habe auch eine kurze Zeit Antidepressiva genommen… war aber für mich eine schlechte Entscheidung.. schnell wieder abgesetzt.. vor der OP.. war ich auch so gut gestellt…aber jetzt… Fazit weitermachen und die Hoffnung nicht aufgeben..

 

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