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Nach 7 Wochen Einnahme NSAR unmögliche t4 zu t3 Umwandlung

stm205
Nutzer*In
Struma Multinodosa und Morbus Bechterew

Nach 7 Wochen Einnahme NSAR unmögliche t4 zu t3 Umwandlung

| Beitrags-ID: 457295

Hallo zusammen,

Hab schon sehr lange nichts mehr gepostet hier.  Habe seit 7 Jahren keine Schilddrüse mehr.  150 ug t4 bei 115 Kilo. Hat die ganze Zeit über super funktioniert.  Nun seit ca 7 Wochen einen schmerzhaften Bandscheibenvorfall (LWS) erfahren. Nehme dauerhaft diclofenac 75 retard eine morgens und eine Abends. Zwischendurch je nach Schmerzen Eine Metamizol 500. Nun gibt es ein fettes Problem mit t4 zu t3, also der Umwandlung in der Leber.  Durch diese Schmerzmittel sind meine Leberwerte schlechter geworden. Zudem habe ich in 7 Wochen 8 kg abgenommen. Den zu tiefen t3 spüre ich nun ganz deutlich.  Einschlafen ist mit diesem t3 eine Kunst. Meine Frage an die Erfahrenen hier, bekomme ich mit Thybon 20 den zu tiefen t3 angehoben? Mit t4 Gaben komme ich gut klar, t3 soll ja richtig reinhauen.

ft4 bei 1,7 Norm 0,9 bis 1,7

ft3 bei 1,8 Norm 2,5 bis 4,3

Danke für eure Antworten……

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Antwort auf: Nach 7 Wochen Einnahme NSAR unmögliche t4 zu t3 Umwandlung

| Beitrags-ID: 457419

Hallo,

was mir bei Deinem Bericht eingefallen ist:

Handelt es sich vielleicht um ein Low-T3-Syndrom, welches bei schweren Erkrankungen auftritt.
Aus unserem Glossar:

Low-T3-Syndrom

Bei schweren Erkrankungen kommt es zu einem Abfall des aktiven Schilddrüsenhormons Trijodthyronin (T3) und zu einem Anstieg des inaktiven Schilddrüsenhormons rT3 durch eine stärkere Deiodase von Thyroxin (T4) hin zu rT3. Es wird vermutet, dass es sich hierbei um einen körpereigenen Schutzmechanismus handelt und die Körperaktivitäten damit heruntergefahren werden; Der englische Fachausdruck ist nonthyroidal illness syndrome.
siehe: FAQ: Lebensqualität und Schilddrüsenwerte im Blut.

Was für ein NSAR nimmst Du?
Du kannst schlecht einschlafen, weil ? Herzrasen, Unruhe, Nicht-Richtigmüde, …?

Viele Grüße
Harald

  • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat von Harald.
stm205
Nutzer*In
Struma Multinodosa und Morbus Bechterew

Antwort auf: Nach 7 Wochen Einnahme NSAR unmögliche t4 zu t3 Umwandlung

| Beitrags-ID: 457438

Hallo Harald,

Was für ein NSAR nimmst Du?

Zur Zeit gar keines mehr. Vorher Diclofenac Natrium 75 retaed und Metamizol 500 nach Bedarf. Mein Bandscheibenvorfall ist schmerztechnisch zur Zeit auf einer Scala bis 10, bei maximal 2 angelangt. Das rechtfertigt keine Mengen von Schmerzmitteln.

Du kannst schlecht einschlafen, weil ? Herzrasen, Unruhe, Nicht-Richtigmüde, …?

Ja, alles trifft zu……..leider 🙁

Wie komme ich nun wieder aus diese Zwickmühle heraus? Mein Doc hat mir Thybon 20 verschrieben. Ich soll jetzt nur noch 100 yg L-Thyroxin nehmen + eine 20er Thybon auf den Tag verteilt.

Momentan get es mir damit etwas besser, aber von Leistungsfähig oder Wohlfühldosis wohl noch weit entfernt.

ft3 bei 1,8 Norm 2,5 bis 4,3. Kann man das abschätzen wie viel so eine 20er Thybon meinen zu kleinen ft3 nach oben puscht?

Erholt sich das Low t3 Syndrom wieder? Also sprich wann wandelt mein Körper wieder genügend t4 in t3  um? Habe ja Null Schilddrüse!

Julian
Moderator

Antwort auf: Nach 7 Wochen Einnahme NSAR unmögliche t4 zu t3 Umwandlung

| Beitrags-ID: 457453

Hi stm205,

die Beschwerden die du hast passen aus meiner Sicht eher zu einer Überfunktion (Herzrasen, Unruhe, Schlafstörung, Gewichtsabnahme) und damit nicht zu einem Low-T3-Syndrom (Reduzierter Stoffwechsel & Kreislauf, Müdigkeit, Schlafbedarf).

Dieses ist auch in der Literatur eher mit einem schweren Gesundheitszustand wie eine Blutvergiftung oder höhergradigen Verbrennung verbunden (es spielen vermutlich Entzündungsmediatoren bei der Entwicklung eine Rolle) und ich halte daher den Zusammenhang mit der Einnahme von NSAR unwahrscheinlich. Auch der Anstieg von GPT auf <98 U/l spricht aus meiner Sicht gegen einen relevanten akuten Leberschaden. Bei einer akuten Lebertoxizität werden die Werte oft höher dreistellig und auch ALT kann reagieren (liegt in den Mitochondrien der Leberzellen und spricht für einen schwereren Leberschaden). Bedenke auch, dass die Deiodasen (Enzyme für die Konversion) auch in anderen Organen wie z.B. der Muskulatur vorliegen und ein leichter Leberschaden alleine daher eine relevante Konversionsstörung eher nicht erklären kann.

Du hast eine schlimme Zeit hinter dir: Starke Schmerzen, Immobilisation, Arztgänge, Stress. All das kann Einfluss auf den Hormonhaushalt nehmen. Es kann aber auch unabhängig von der Schilddrüse Narben – auch seelischer Natur – hinterlassen. Ich würde daher insbesondere bei dem Beschwerdebild eigentlich kein Thybon zuführen, nur weil das fT3 etwas erniedrigt ist, da T3 zu 99% ja an an Proteine im Blut gebunden ist und der Wert mit einer Halbwertszeit von etwa 20h einfach deutlich schwanken kann.

Ich kann mir ehrlich gesagt sogar vorstellen, dass Thybon die Beschwerden verstärkt. Außerdem halte ich 20µg Thybon pro Tag als Einstieg für etwas hoch – hier gibt es auch im Forum Betroffene mit Erfahrungswerten die von einer vorsichtigeren Dosissteigerung profitiert haben.

Liebe Grüße und gute Besserung

Julian

 

 

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stm205
Nutzer*In
Struma Multinodosa und Morbus Bechterew

Antwort auf: Nach 7 Wochen Einnahme NSAR unmögliche t4 zu t3 Umwandlung

| Beitrags-ID: 457518

Hi,

Komisch ist halt dass ich einen erhöhten TSH von 4,4 habe. Mein ft4 ist max. 1,7 und mein ft3 mit 1,8 unter der Norm.

Laut TSH hab ich doch ne leichte Unterfunktion?

Antwort auf: Nach 7 Wochen Einnahme NSAR unmögliche t4 zu t3 Umwandlung

| Beitrags-ID: 457525

Hallo,

laut TSH ja, aber nicht wirklich.

Ich schätze, daß der TSH wegen dem niedrigen ft3 so hoch ist.

LG Ellen

stm205
Nutzer*In
Struma Multinodosa und Morbus Bechterew

Antwort auf: Nach 7 Wochen Einnahme NSAR unmögliche t4 zu t3 Umwandlung

| Beitrags-ID: 457536

Kann man eigentlich einschätzen wie weit mein zu niedriger T3 mit Thybon 20 nach oben kommt?

Julian
Moderator

Antwort auf: Nach 7 Wochen Einnahme NSAR unmögliche t4 zu t3 Umwandlung

| Beitrags-ID: 457537

Hi stm205,

Laut TSH hab ich doch ne leichte Unterfunktion?

Formell vielleicht. Aber die Beschwerden passen nicht hierzu.

Kann man eigentlich einschätzen wie weit mein zu niedriger T3 mit Thybon 20 nach oben kommt?

Verlässliche Zahlen gibt es meines Wissens nach nicht. Aber gerade fT3 ist ein furchtbar schlechter Wert um die Schilddrüsenfunktion einzuschätzen, da T3 auch führend im Blut gebunden vorkommt, vom T4-Level sowie der Konversion abhängt.

Wie gesagt: Thybon brauchst du klinisch eigentlich nicht.

Oft verträgt man aber Thybon 20µg auf einmal auch nicht gut (Herzrasen, Unruhe, Schlafstörung, etc). Du kannst daher auch mal versuchen – sofern du weiterhin Thybon nehmen möchtest – zu fraktionieren, z.B. 5-0-0µg und je nach Klinik auf bis 10-5-5µg steigern.

Alles Gute

Julian

  • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Wochen von Julian.
stm205
Nutzer*In
Struma Multinodosa und Morbus Bechterew

Antwort auf: Nach 7 Wochen Einnahme NSAR unmögliche t4 zu t3 Umwandlung

| Beitrags-ID: 457731

Update 21.03.2024

Zu meiner Person:

Seit 2012 ohne Schilddrüse. Bis 2023 mit 150 yg l Thyroxin bei 115 kg gut gelebt.

Dann Anfang 2024 LWS Bandscheibenvorfall. Jetzt komplett ohne Schmerzmittel.  Schmerzen auf  einer Skala bis 10 nur noch von Null bis 2. Statistisch gesehen gehen die meisten LWS Vorfälle in 4 bis 12 Wochen von selber zurück.

Habe bisher 10 kg abgenommen. Bewusst und wohl auch unbewusst, da mein t3 innerhalb ca 8 Wochen in den Keller gefahren ist.

Nehme jetzt nur noch 100 yg l thyroxin und 20 yg Thybon (t3) jeden Tag.

Meine Blutwerte sind jetzt wieder ganz anders.  Mich wundert es, dass mein t4 mit nur 100 yg l Thyroxin überschießt. Wächst mir eine Schilddrüse  nach????TSH kaum mehr vorhanden.  Ich denke mein Körper wandelt wieder erfolgreich um.

Mein Wohlbefinden ist auch wieder besser geworden.

PS: Blutweŕte im Anhang.  Frage: hat eine t3 gabe auch Einfluss auf den t4 Wert? Ohne Schilddrüse…….

 

 

  • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Wochen, 4 Tage von stm205.
    Diese Antwort wurde 2-mal bearbeitet.
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Antwort auf: Nach 7 Wochen Einnahme NSAR unmögliche t4 zu t3 Umwandlung

| Beitrags-ID: 457739

Hallo,

es ist doch logisch das deine Blutwerte jetzt anders sind.

Mit einer veränderten körperlichen Umwandlung wird das nichts zu tun haben. Es gibt auch keinen Grund dafür das die SD nachgewachsen ist. Dafür fehlt doch das TSH, welches durch Thybon bzw. die höhere Gesamtdosis gesunken ist.

Bei dir sieht man doch deutlich, daß sich eine Thyboneinnahme auf dein FT4 auswirkt.

LG Ellen

 

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