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ATA 09: Bedeutung eines beständig leicht erhöhten TG-Werts?

ATA 09: Bedeutung eines beständig leicht erhöhten TG-Werts?

| Beitrags-ID: 246642

ATA-Guidelines 2009: Klinische Bedeutung eines beständig leicht erhöhten TG-Werts?

Im Kapitel weitere Forschungsaufgaben der ATA-Leitlinie differenzierter Schilddrüsenkrebs 2009 (Revised American Thyroid Association Management Guidelines for Patients with Thyroid Nodules and Differentiated Thyroid Cancer)
wird im Abschnitt [D9] das Problem thematisiert, dass einige Schilddrüsenkrebspatienten auch nach 9-12 Monaten nach einer ablativen Radiojodtherapie (RJT zur Entfernung des Schilddrüsenrestgewebes) noch einen nachweisbaren TG-Wert haben, und unter Stimulation sich in einem Bereich von 1-10ng/mL befindet. Meist wird dieser TG-Wert mit einem kleinen Schilddrüsengewebe in Verbindung gebracht.

Bei einigen dieser Patienten fällt der TG-Wert im Laufe der Zeit spontan (d.h. ohne den Einfluss weiterer Therapien), bei anderen bleibt er stabil, und wierderum anderen steigt der TG-Wert weiter.

Wie man dieses Patienten optimal behandelt, ist bislang nicht über Studien überprüft worden, und es bleiben offenen Fragen:

  • Wie oft und in welchen Zeiträumen, soll man einen Ultraschall und eine stimulierten TG-Wert machen?
  • Soll man statt einem stimulierten TG, stattdessen einen ultrasensitiven TG-Assay verwenden?
  • Welche dieser Patienten soll man mit PET, CT oder einer RJT untersuchen?
  • Haben kleine Lymphknotenmetastasen das Potential Fernmetastasen zu bilden?

Die zentrale These ist, dass eine frühe Diagnose zu einer früheren Behandlung führt und dies bessere Erfolge zeigt, als wenn zu einem späteren Zeitpunkt ein größerer Tumor behandelt werden muss.

Jedoch geben die Autoren der amerikanischen Leitlinie zu bedenken, dass es für die These, dass eine frühe aggressive Behandlung für die Lebensqualität der Patienten besser ist, bislang keine Belege gibt.
Die Tatsache, dass nur ca. 5% der Patienten mit papillären Schilddrüsenkrebs am Schilddrüsenkrebs sterben werden, steht im Gegensatz zur Tatsache, dass 15-20% der low-risk Patienten mit papillären Schilddrüsenkrebs vielleicht eine „fortdauernde Krankheit“ (persitent disease) haben, basierend auf dem messbaren TG-Wert unter Stimulation.


siehe auch:
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