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FAQ: Zertifizierte onkologische Zentren durch die DKG

FAQ: Zertifizierte onkologische Zentren durch die DKG

| Beitrags-ID: 255208

Hallo,

der Begriff „Zentrum“ ist nicht geschützt.

Es ist daher wichtig, dass man darauf achtet, ob ein „Zentrum“ zertifiziert ist und von wem es zertifiziert ist.

Bei den zertifizierten onkologischen Zentren durch die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG) unterscheidet man drei Kategorien:

  1. OrgantumorzentrenZentren, die sich auf einen speziellen Krebs spezialisieren. Bei uns wäre dies Schilddrüsenkrebs, bzw. noch spezieller nicht-jod-speichernder Schilddrüsenkrebs.

    Es gibt allerdings bislang kein Organtumorzentrum: Schilddrüsenkrebs.

    und

  2. regionale onkologische ZentrenZentrum in einer Region, welches sich auf die Behandlung mehrerer Krebsarten spezialisiert hat.
  3. Comprehensive Cancer Center (CCC) – überregionale Zentren.

    Die Deutsche Krebshilfe fördert hier 15 überregionale Zentren (Update 30.6.2016):

    Die Spitzenzentren der Krebsmedizin, die von der Deutschen Krebshilfe gefördert werden möchten, müssen unter anderem folgende Kriterien erfüllen:

    • Fachübergreifende interdisziplinäre Onkologie für alle Tumorerkrankungen mit zentraler Anlaufstelle für Krebs-Patienten.
    • Einrichtung von interdisziplinären Konferenzen („Tumor Boards“).
    • Entwicklung und/oder Umsetzung von Behandlungspfaden im Sinne von Leitlinien.
    • Einbringung von Patienten in klinische Studien und Entwicklung von Forschungsprogrammen zur engen Verzahnung von Forschung und Klinik (translationale Forschung).
    • Nachweis eines Qualitätssicherungssystems.
    • Dokumentation durch klinische Krebsregister.
    • Psychoonkologische und palliative Betreuung.
    • Einbindung von Krebs-Selbsthilfeorganisationen.
    • Interaktion mit niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern der Umgebung.
    • Regelmäßige Überprüfung der Qualitätsstandards.

    Quelle: Deutsche Krebshilfe – Pressemitteilung 1.04.09

Ferner gibt es mit dem §116b SGB V „Ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) gesetzlichen Bestimmungen um ausgewählte Krankenhäuser für die interdisziplinäre ambulante Behandlung von Patienten zu öffnen. Nach diesem Modell sollen ärztliche Berufsgruppen mit supportiven nichtärztlichen Berufsgruppen (z. B. Sozialdiensten), ambulanten Pflegediensten, Palliativmedizinern und Selbsthilfegruppen zusammenarbeiten. Das Gesetz soll zu dem möglichst vielen Patienten die Teilnahme an nationalen und internationalen klinischen Studien ermöglichen.

Viele Grüße
Harald


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