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Follikuläres SD-Karzinom

Follikuläres SD-Karzinom

| Beitrags-ID: 438560

Liebes Forum,

mein Sohn (26 Jahre) hat am 13.1.23 die gesamte Schilddrüse entfernt bekommen und folgende Diagnose:

PT3a, pN0, L0, V1, R-Status: Lokal R0 (Tumorgröße 4,5 cm)

Mikroskopischer Befund:

„Normofollikuläres kolloidhaltiges Schilddrüsenparenchym. Zentral zeigt sich eine teils normo, überwiegend mikrofollikulär, teils auf solide aufgebaute Proliferation. Diese zeigt in der Kapselregion prominente Kapselprotrusionen ohne eindeutigen Kapseldurchbruch. Unifokal wird ein Gefäß innerhalb der Kapsel infiltriert. Zentral die Kerne teils mit Milchglasaspekt, jedoch ohne eindeutige Kernkerben oder Kerneinschlüsse. Keine Befunderweiterung in einer EvG oder CD31 Färbung.“

Pathologisch-anatomische Diagnose:

Schilddrüsenlappensesektat mit einem max. 4,5 großen, stark reaktiv veränderten, follikulären Schilddrüsenkarzinom mit limitierter Angioinvasion (ein Gefäß)

Ich bin nun als Mutter völlig verängstigt und durch den Wind. Könnte mir einer den Befund genau erklären? Ich weiß, dass ein Blutgefäß infiltriert ist und deswegen eine Radiojodtherapie folgen muss.

Der Arzt in der Klinik sagte zu meinem Sohn, dass das Karzinom sehr sehr klein war und er sich keine Sorgen machen muss. Aber ich lese nichts davon in dem Befund! Ich habe soo große Angst vor evtl. Metastasen und ständig Kopfkino.

Liebe Grüße

Antwort auf: Follikuläres SD-Karzinom

| Beitrags-ID: 438572

Hallo Angel0812,

hertzlich Wilkommen bei uns im Selbsthilfe-Forum!
Auch Angehörige sind hier herzlich willkommen.

Hatte eine ähnliche Krankengeschicht vor über 25 Jahren, da war ich 35 Jahre alt. Mein Primärtumor war etwas kleiner (< 4cm) darum pT2; dafür gab es allerdings bei mir eine Lymphknotenmetastase N1. Das Problem ist bei den Aufklärungsgesprächen, dass alle Informationen für einen neu sind, und man dies gar nicht so schnell verarbeiten kann. Der Primärtumor war ganz sicher nicht klein (wobei dies beim follikulären nicht so sehr von Bedeutung ist, wie beim papillären Schilddrüsenkarzinom), was der Arzt vermutlich meinte/sagte, dass die Gefäßinvasion sehr klein war (limitiert). Eine größere Gefässinvasion wäre sehr schlecht, und dies ist nicht der Fall. Durch die größe des follikulären Schilddrüsenkrebstumors (>4cm) und durch diese Gefäßinvasion, wird daher empfohlen eine Radioiodtherapie zu machen.

In deinem Beitrag oben sind, einige Begriffe hellblau, diesen Links kannst Du folgen und findest weitere Informationen.

In der Beschreibung findest du die Untergliederung der follikulären Schilddrüsenkarzinome:
Gruppe: Follikuläres Schilddrüsenkarzinom

Viele Grüße,
Harald

1 Nutzer*in hat sich für diesen Beitrag bedankt.

Antwort auf: Follikuläres SD-Karzinom

| Beitrags-ID: 438577

Vielen Dank Harald für die schnelle Antwort! Ich wühle mich schon seit der Diagnose stundenlang durch das Forum aber beruhigt bin ich immer noch nicht. Wenigstens ist die Kapsel nicht durchbrochen? Das ist doch positiv oder?

Antwort auf: Follikuläres SD-Karzinom

| Beitrags-ID: 438579

Ja das ist positiv.

Viele Grüße
Harald

1 Nutzer*in hat sich für diesen Beitrag bedankt.
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