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HKSH: Offener Brief an alle Krebspatient*innen

HKSH: Offener Brief an alle Krebspatient*innen

| Beitrags-ID: 260783

Überblick:

Hallo,

der Bundesvorstand des Haus der Krebs-Selbsthilfe – Bundesverband e.V. (HKSH-BV), in dem unser Bundesverband auch Mitglied ist, wendet sich an alle Krebsspatient*innen und Personen mit erhöhtem Krebsrisiko:

Offener Brief an Krebspatient*innen und Personen mit erhöhtem Krebsrisiko

BONN, 30. NOVEMBER 2020 – Die Corona-Pandemie hat unseren Alltag massiv verändert, mit erheblichen Auswirkungen auf alle gesellschaftlichen Bereiche.
Die Mitgliedsverbände im „Haus der Krebs-Selbsthilfe – Bundesverband e.V.“ wollen Sie in dieser schwierigen Situation umfänglich unterstützen.
Mit dem hohen Niveau der Corona-Infektionen in den letzten Wochen wächst möglicherweise bei Ihnen die Sorge, dass

  • eine anstehende onkologische Behandlung zurückgestellt,
  • eine geplante Diagnostik und/oder Therapie verkürzt und/oder
    verschoben,
  • Termine zur Krebsfrüherkennung und/ oder Nachsorge
    ausgesetzt werden.

Ebenso bestehen vielleicht Ängste, sich in einer Arztpraxis oder einer Klinik einem erhöhten Infektionsrisiko auszusetzen, so dass

  • bei einer selbst entdeckten Auffälligkeit auf einen klärenden Arztbesuch verzichtet,
  • Termine anstehender Krebsfrüherkennungsuntersuchungen
    Ihrerseits verschoben oder gar abgesagt werden.

Wir, die Unterzeichner dieses Offenen Briefes, sind an Krebs erkrankt oder haben ein erhöhtes Risiko daran zu erkranken. Auch wir – als Gleichbetroffene – sind beunruhigt.

Dennoch appellieren wir dringlich an Sie und Ihre Angehörigen, alles zu unternehmen, damit die notwendigen onkologischen Behandlungen und Termine wahrgenommen werden, um fortgeschrittene Erkrankungen zu vermeiden und Heilungschancen zu wahren.

Bitte wenden Sie sich als Betroffene vertrauensvoll an uns, wenn es bei Ihnen durch die Pandemie zu Einschränkungen kommt. Sofern wir von Ihnen über Einschnitte in Ihrer onkologischen Behandlung auf Grund der Corona-Pandemie informiert werden, beabsichtigen wir diese an Entscheidungsträger gezielt weiterzugeben. Unser Anliegen ist es, Menschen, die von einer Krebserkrankung oder von einem erhöhten Krebsrisiko betroffen sind, unkompliziert zu helfen.

Tumorpatient*innen gehören oftmals zur Risikogruppe für einen schweren Verlauf einer COVID-19 Erkrankung. Es gibt Hoffnung auf wirksame und verträgliche Impfstoffe. Ein flächendeckender Impfschutz wird eine der großen Herausforderungen der nächsten Monate sein. Auch dieses löst eventuell Unsicherheiten aus,

  • bei Impfkampagnen zu spät berücksichtigt zu werden
  • die Impfbereitschaft in der Gesamtbevölkerung könnte zu gering sein.

Wir erwarten, dass wir als besonders gefährdete Personen und ebenso unsere medizinischen Behandelnden bevorzugt und umfänglich geschützt werden. Dafür werden wir uns als erfahrene Patientenvertretung von Krebspatient*innen bei den gesundheitspolitischen Entscheidern aktiv einsetzen und stark machen.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Kubitza
stellvertretender Vorsitzender

Hedy Kerek-Bodden
Schriftführerin

Weitere Informationen:

  • Stellungnahme: Corona-Krise und Krebserkrankungen (HKSH 19.11.2020)

    Die Verbände der Krebs-Selbsthilfe sind besorgt über die Qualität der medizinischen Versorgung von Menschen mit Krebserkrankungen während der Corona-Krise.

  • Krebsverbände warnen vor Einschränkungen bei der onkologischen Versorgung (Ärzteblatt 16.11.2020)
  • „Zweite Welle“ verunsichert Krebspatienten Krebsinformationsdienste als Ansprechpartner

    Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums, der Deutschen Krebshilfe und der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG 16.11.2020)

Über das HKSH-BV:

    Das Haus der Krebs-Selbsthilfe – Bundesverband e.V. (HKSH-BV) wurde 2015 gegründet und vereint zehn
    bundesweit organisierte unabhängige Krebs-Selbsthilfeverbände mit etwa 1.500 Selbsthilfegruppen. Sie decken die Krebserkrankungen von 80 Prozent der ca. vier Millionen Betroffenen in Deutschland ab. Das HKSH-BV ist gemeinnützig und wird umfassend von der Stiftung Deutsche Krebshilfe gefördert, unter deren Schirmherrschaft sie steht. Es ist unabhängig von Interessen und finanziellen Mitteln der Pharmaindustrie und anderer Wirtschafts unternehmen des Gesundheitswesens.

Hier die Überschstbeiträge zu Corna bei uns:

Überblick:

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