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Studie: Veränderter TSH bei langjähriger Hormoneinnahme

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Sönnchen scheine!(Projektleiterin Forschungsförderung)Offline
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BeitragStudie: Veränderter TSH bei langjähriger Hormoneinnahme

 
Verfasst am: 01. Jun 2009, 12:44
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in den Link-Kategorien:
[url=l2017Studie: Veränderungen im SD-Stoffwechsel bei langjhg. Hormoneinnahme (Verburg)[/url].(161 clicks)
Originaltitel:
Changes within the thyroid axis after long-term TSH-suppressive levothyroxine therapy

Autoren:
Frederik A. Verburg, Johannes W. A. Smit, Inge Grelle, Theo J. Visser4,
Robin P. Peeters and Christoph Reiners

Clinical Endocrinology
Volume 76, Issue 4, pages 577–581, April 2012

zur Link-Liste
The “TSH-Setpoint” is significantly altered after long-term suppressive LT4 therapy.

Frederik A. Verburg (1)*, Uwe Mäder (2), Markus Luster (3), Johannes Biko (1)
Christoph Reiners (1), Johannes W.A. Smit (4)


(1) Department of Nuclear Medicine or (2) Tumour Center, University of Würzburg, Würzburg, Germany
(3) Department of Nuclear Medicine, Ulm University, Ulm, Germany (4) Department of Endocrinology, Leiden University Medical Center, Leiden, the Netherlands


Die Standardtherapie für das differenzierte Schilddrüsenkarzinom ist nach der Totaloperation und anschließenden RJT (I-131 Ablation) eine langjährige TSH-suppressive LT4-Therapie (Hormontherapie durch Thyroxin).

Die Dosierung wird dabei so gewählt, dass der TSH-Wert des Patienten einen Wert unter
< 0,1 mIU/l erreicht, jedoch das FT3 im Referenzbereich verbleibt.

Als Risiken einer langjährigen latenten Hyperthyreose in Folge dieser Hormontherapie sind u. A. eine (reversible) diastolische Herzdysfunktion und möglicherweise (fraglich) eine Abnahme der Knochenmineraldichte anzunehmen.

Ziele der beschriebenen Studie:

1. Abklärung der Frage, ob sich die „Set-Points“ der SD-Hormonparameter verändern
2. Der Verlauf der LT4-Dosierung nach langjähriger suppressiver LT4-Therapie

Untersucht wurden 99 Patienten mit differenziertem Schilddrüsenkarzinom:
Erste Blutwerte innerhalb 1 Jahr nach Diagnose mit TSH < 1,0 mIU/l
(median 0,42 Jahr nach Diagnose)
Letzte verfügbare Blutwerte mit TSH <1,0 nach min. 5 Jahren TSH <5,0 mIU/l
(median 14,7 Jahre nach Diagnose)

Die erforderlichen Daten wurden übernommen aus dem Würzburger Schilddrüsenkrebs-Register: Bei jedem Besuch wird registriert: Laborwerte (FT3, FT4, TSH), Größe und Gewicht, Levothyroxin-Dosierung.

Die Laborbestimmungen erfolgten mit über die Jahre wechselnden Untersuchungs-Kits.












Retrospektiv ist der Einfluss unterschiedlicher Meßmethoden nicht ganz auszuschließen.

Die Suche nach einer Erklärung für die “Set-Point” Veränderungen:

In der Serumbank befinden sich die Seren von Patienten mit diff. SD-Ca. seit 1999.

64 Patienten mit differenziertem Schilddrüsenkarzinom:
Erste Blutwerte innerhalb von 1 Jahr nach Diagnose mit TSH <0,3 mIU/l
(Zeitraum 1999-2003)
Letzte verfügbare Blutwerte mit TSH <0,3 nach min. 3 Jahren suppressive LT4-Therapie (Zeitraum 2005-2009)

Nachbestimmt wurden: FT3, FT4, TT3, TT4, rT3, TSH (pro Bestimmung gleicher Kit & Lot)








Mögliche Erklärungen für das sich zeigende Bild:

– Selektive Downregulierung T3 Produktion?
– „Sick-Euthyroid Syndrom” ähnliches Bild
(T3 & rT3 Produktion ↓; rT3 Exkretion ↓?
– Alterseffekt?

Hierzu sind weitere Analysen notwendig.

Feststellbar ist, nach langjähriger suppressiver LT4-Therapie verändert sich das:
– FT4 - FT3 Verhältnis
– FT4 - TSH Verhältnis
– FT3 – TSH Verhältnis

Der Mechanismus ist noch unklar.

FAZIT:

1. Der Hormonbedarf sinkt bei langjähriger Behandlung!

2. Deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle der Blutwerte und fachärztliche Betreuung erforderlich!

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Lottilein(aktives Vereinsmitglied)Offline
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Beiträge: 1404
pap. SD-Ca 4b N1M1, ...
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 (p73728)
Verfasst am: 02. Jun 2009, 17:27
Danke! sagt : Afra1976
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Ich fürchte, die Grafiken überfordern mich.
Fazit 1. kann ich absolut bestätigen.
Ich fing vor 15 Jahren mit 225 an und bin jetzt bei 150 bei einem TSH von 0,02 bis 0,08.
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Sönnchen scheine!(Projektleiterin Forschungsförderung)Offline
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Beiträge: 646
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Beitrag

 (p73729)
Verfasst am: 02. Jun 2009, 17:48
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Hallo Lottilein,

(das mit den Grafiken ist nicht schlimm Wink , ich möchte sie nur den am Detail Interessierten nicht vorenthalten...) Wichtig ist das Fazit und die Information, dass man nach vielen Jahren der Hormoneinnahme bloß nicht auf die Idee kommen sollte "ah, die Werte haben so ja immer toll gepasst, das brauche ich nicht mehr kontrollieren zu lassen."

Herzliche Grüße, Sandra

_________________
Link innerhalb des ForumsWarum bist Du noch kein Vereinsmitglied? Wir könnten als Verein dann noch mehr erreichen. Wink
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Anderl(aktives Vereinsmitglied)Offline
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Beiträge: 29
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Beitrag

 (p166217)
Verfasst am: 21. Sep 2018, 18:24
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Schick, heißt mein LT4 Bedarf geht mit dem Alter gegen 0 Very Happy

Vorsicht geboten ist bei fT3/fT4 Diagrammen, wegen der stark unterschiedlichen Dosen gehen die Messfehler weit auseinander.
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Afra1976(aktives Vereinsmitglied)Offline
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Beiträge: 111
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Beitrag

 (p166255)
Verfasst am: 24. Sep 2018, 19:22
Danke! sagen : Harald, dkr, Alba
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Ihr Lieben,

Ich bin im 43. Jahr ohne SD und habe mich noch nie mit f3 und f4 und dem ganzen Rest befasst.
Aber dem Fazit möchte ich beitreten: ich war Anfang der Neunziger bei 250 und bin jetzt mit 58 Jahren bei 125 angelangt (wobei ich 1-2mal die Woche die Einnahme vergesse). Die Werte sind gut und ich fühle mich gut.
Daher: regelmäßige Kontrolle, homies. Man spürt es im Zweifel nicht von selbst, wenn sich was verändert. Wir sind krankenversichert !

Grüße an alle - vor allem an die „alten Hasen“!
Afra
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