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Beschreibung

Eine der Nebenwirkungen der Schilddrüsenüberfunktion ist ein zu hoher Blutdruck.

Bei Schilddrüsenkrebs wird anfänglich und meist immer bei hoch-risiko Patienten eine TSH-Unterdrückung (Suppression) in der Nachsorge empfohlen, damit keine Wachstumsanreize an übriggebliebenen Schilddrüsen- bzw. Schilddrüsenkrebszellen ausgehen.

Eine TSH-Suppression geht meist mit einer leichten Schilddrüsenüberfunktion einher
(= subklinische Hyperthyreose).

Die schädlichen Wirkungen einer subklinischen Hyperthyreose sind vor allem Risiken für das Herz-Kreislaufsystem und den Knochenabbau.

Aus diesem Grunde wird in den neuen Leitlinie die TSH-Suppression weniger stark empfohlen wie in früheren Jahren, da ein möglicher Nutzen (Verhinderung eines Wiederauftretens des Schilddrüsenkrebs) gegenüber diesen Risiken abzuwägen ist.

siehe:
Europäische Leitlinine zur Behandlung des Schilddrüsenkrebs (Abschnitt: TSH-Unterdrückung durch Schilddrüsenhormone)

Betablocker hemmen laut Beipackzettel die Umwandlung vom Depot-Schilddrüsenhormon T4 (Levothyroxin) in das aktive Schilddrüsenhormon T3 (Liothyronin). Dies kann (!) wiederum Einfluss auf die Blutwerte (fT3-Wert ist niedrig) und das Wohlbefinden haben.

weitere Forums-Links:FAQ: Häufige Fragen zur Substitution, Medikamenten etc..
FAQ: TSH-Unterdrückung nach Schilddrüsenkrebs – eine Risikoabwegung
FAQ: L-Carnitin zur Minderung von Überfunktions-Symptomen
Studie: Langzeitfolgen bei jungen Schilddrüsenkrebspatienten (Blackburn 2017)
Studie: Veränderter TSH bei langjähriger Hormoneinnahme (Verburg 2009)
Studie-Review: Gefahren auch der leichten Schilddrüsenüberfunktion (Julia Kharlip, David S. Cooper, 2009)
Studie: Schilddrüsen­hormonabhängige Neuronen beeinflussen Blutdruck (Mittag 2012)

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