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Frage zu „Vitamin D (Grundlagen)“

Mec
Nutzer*In

Frage zu „Vitamin D (Grundlagen)“

| Beitrags-ID: 414229

Dieses Thema bezieht sich auf folgenden Artikel aus dem Wissensbereich: Vitamin D (Grundlagen).

Hallo,

habe eine Frage. Ich nehme als Hypopara-Patient 3 x täglich 0,25 Mikrogr. Decostriol (Calcitriol). Calcium nehme ich gar nichts mehr extra. Meine zuletzt gemessenen Calciumwerte waren immer im normal niedrigen Bereich: 2,25/2,37/2,36 (mmol/l). Mein letzter gemessener Vit. D 1,25- Dihydroxy war 33,6 pg/ml bei einer Referenz von 20 bis 80. Also auch eher im Normbereich. Leider geht mein Vitamin D (25-oH) immer weiter runter. Im Dezember letzten Jahres lag er bei 12,2 ng/ml.

Jetzt sagt meine Hausärztin ich solle einfach mal  Colecalciferol, z.b. Dekristol zusätzlich einnehmen.

Kann mir jemand sagen ob das für uns Hypoparas überhaupt Sinn ergibt?

Lottilein
Moderator
pap. SD-Ca 4b N1M1, Hypopara

Antwort auf: Frage zu „Vitamin D (Grundlagen)“

| Beitrags-ID: 414288

Hallo Mec,

ja, man kann auch als Hypopara Colecalciferol zusätzlich nehmen. Da muss ich Deine Hausärztin auch mal loben, dass sie nicht die verschiedenen Formen von Vitamin-D verwechselt hat. Wir hatten es hier auch schon, dass Ärzte das Calcitriol erhöht haben, weil der 25-OH-VitaminD Wert niedrig war, dabei wirkt sich das gar nicht darauf aus.

Man sollte als Hypopara nur lieder kleine Dosen von Colecalciferol jeden Tag nehmen und nicht eine große Dosis alle zwei Wochen (gibt’s auch). Prof. Siggelkow, die viel zum Hypopara forscht und veröffentlicht, empfiehlt 400 – 800 IE pro Tag in diesem Artikel (Seite 13 oben).

Von Deinen letzten Calciumwerten sind zwei ein bisschen zu hoch. Der empfohlene Normbereich für uns ist 2,1 – 2,3 mmol/l, also nicht der, den die Labore als Referenz angeben. Vielleicht kannst du das beim nächsten Arztbesuch mal ansprechen. Ich verlinke hier noch das Merkblatt Hypopara, wo das auch drin steht.

Viele Grüße

Lotti

 

Mec
Nutzer*In

Antwort auf: Frage zu „Vitamin D (Grundlagen)“

| Beitrags-ID: 414300

Hallo Lotti,

 

Vielen Dank zunächst und Liebe Grüße

 

Mec

Antwort auf: Frage zu „Vitamin D (Grundlagen)“

| Beitrags-ID: 428546

Hallo,

da jetzt wieder die dunkle Zeit beginnt, habe ich eine Frage zur Vitamin-D-Substitution:

Aus welchem Grund wird bei Hypoparas, die auch Calcitriol einnehmen, eigentlich von höheren Dosen abgeraten? Sinkt das Parathormon bzw. die Umwandlungsrate zu Calcitriol dann zu sehr, wenn Vitamin D3 im mittleren oder oberen Normbereich ist? Ich habe bisher im Herbst/Winter immer 1000 IE täglich eingenommen und dennoch ist der Vitamin-D3-Spiegel bei mir immer im unteren Normbereich.

Mir ist auch nicht ganz klar, weshalb eine gleichmäßige Dosis pro Tag wichtig ist. Ich habe noch Vitamin-D3-Tabletten mit 2000 IE da und würde die eben normalerweise jeden zweiten Tag nehmen.

Sorry, falls das doofe Fragen sind, aber irgendwas an den Zusammenhängen ist mir offenbar noch nicht ganz klar. 😉

Antwort auf: Frage zu „Vitamin D (Grundlagen)“

| Beitrags-ID: 428548

…noch eine Ergänzung: Bei mir ist der Hypoparathyreoidismus nicht so stark ausgeprägt und ich nehme derzeit nur 0,4 Mikrogramm Calcitriol (an 2 Tagen 0,5, am dritten Tag 0,25). Bis Mai dieses Jahres (also 2,5 Jahre nach Schilddrüsen-OP) war die Dosis noch bei 0,75 Mikrogramm, woraufhin das Parathormon aber in den – wenn auch niedrigen – Normbereich bei mittlerem korrigierten Serumkalzium gestiegen ist.

Jetzt habe ich natürlich die Hoffnung, dass sich meine Nebenschilddrüsen erholen und möchte den „Fortschritt“ nicht durch fehlerhafte Vitamin-D3-Substitution zerschießen.

InSeNSU
Moderator
Basedow, Hypoparathyreoidismus

Antwort auf: Frage zu „Vitamin D (Grundlagen)“

| Beitrags-ID: 428564

Hallo ButterflyEffect,

früher hat man versucht (und tut das auch manchmal heute noch) den Hypopara mit sehr hoch dosiertem Vitamin D (Cholecalciferol) zu therapieren, also 20 000 I.E. und mehr pro Tag. Damit kam es öfter zu Hypercalciämie, aber erst nach einigen Wochen. Absetzen half dann aber auch erst nach einigen Wochen, was sehr gefährlich wurde. Cholecalciferol ist also durch seine träge Reaktion bezüglich Calciumaufnahme  sehr schlecht steuerbar. Es kann aber den Calciumspiegel beeinflussen.

Da der Körper das Prähormon aber auch speichern und wieder freisetzen kann ist der Einfluss bei längerfristiger hoher Dosierung oder Stosstherapie (z.B. 20 000 I.E. einmal pro Woche) schwer vorhersehbar. Deshalb empfehle ich immer eine tägliche, aber niedrigere Dosierung und richte mich bei der Menge grundsätzlich nach den europäischen Leitlinien.

Dosierungen von 2000 I.E. pro Tag sind in Apotheken rezeptfrei zu bekommen und sicher nicht so problematisch wie höher dosierte, die es nur auf Rezept gibt, jedenfalls wenn sie als Medikament und nicht als Nahrungsergänzungsmittel angeboten werden. (Die Grenzen  scheinen da mehr und mehr zu verschwimmen.)

Wichtig ist in jedem Fall bei längerfristiger Einnahme, den Calciumspiegel regelmäßig zu kontrollieren, damit man einen etwaigen Einfluss des Vitamins darauf rechtzeitig bemerkt und bei Bedarf gegensteuern kann.

Viele Grüße

Frauke

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