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Höherer Bedarf an Calcium im fortgeschrittenen Alter

veysel1954
Nutzer
papil. SD. Ca.(pT1.NO,MO).2x RJT 1996 in UniKl.-FFM

Höherer Bedarf an Calcium im fortgeschrittenen Alter

| Beitrags-ID: 437858

Hallo zusammen,

Braucht man im fortgeschrittenen Alter mehr Calcium und mehr Vitamin D?

Mehr Calcium Einnahme, je älter man wird?

Meine letzte Ca. Wert vom 10.01.2023 : 2,09 mmol/l Trotz der Einnahme 1200 mg. Calcium Verla ( 4x a 300 mg. ) und je 1x Viganvolvit 2000 i.E. + Dekristol 1000 i.E.(= insg. 3000 i.E.) und trotz Trinkens an calciumreiches Wasser ( Ensinger Sport classic ).

Werte vom Juli 2022 PTH : 21,1 pg/ml., 25OH-VitD:45,6 ng/ml.

Herzliche Grüße. veysel.

 

InSeNSU
Moderator
Basedow, Hypoparathyreoidismus

Antwort auf: Höherer Bedarf an Calcium im fortgeschrittenen Alter

| Beitrags-ID: 437860

Hallo,

bei Hypopara reicht normales Vitamin D oft nicht aus. Um daraus die Wirkform Calcitriol (1,25-OHD3) zu machen, braucht man Parathormon und intakte Nierenfunktion. Nur Calcitriol fördert die Calciumaufnahme im Darm. Deshalb bekommt man bei Hypopara in der Regel fertiges Calcitriol als Tablette.

Sprich deinen Arzt darauf noch mal an, wenn dir der Calciumwert zu niedrig ist. Ohne Calcitriol kommt auch noch mehr Calcium als Tablette womöglich einfach nicht an.

Ausführlich nachlesen kannst du das hier:

https://www.sd-krebs.de/wissensbereich/schilddruese-neben-sd/vitamin-d-grundlagen/

Viele Grüsse

Frauke

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  • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 3 Monaten von InSeNSU.
veysel1954
Nutzer
papil. SD. Ca.(pT1.NO,MO).2x RJT 1996 in UniKl.-FFM

Antwort auf: Höherer Bedarf an Calcium im fortgeschrittenen Alter

| Beitrags-ID: 438306

Hallo Frauke,

vielen DANK für Deine Antwort.

Meine Hausäztin ist bereit mir Calcitriol 0,25 zu verschreiben. Sie sagt allerdings, um mein Kalzium zu kontrollieren, soll ich dann 2x in der Woche zur Blutkontrolle in die Praxis kommen. Und dann sie wusste nicht, ob ich dabei meine Tabletten einnahmen an Calcium 1200 mg. am Tag und  Vitamin D 3000  i.E. am Tag beibehalten soll. Ich soll deswegen bei meinem Endokrinologe nachfragen. Ich erreiche ihn aber leider zur Zeit nicht.

Weißt Du zufällig, ob man die Tabletteneinnahme an Calcium und Vitamin D in den Mengen, so wie es war, beibehält, wenn man Calcitriol 0,25 einnimmt ? 2. Ist es überhaupt nötig, 2x je Woche Calcium  im Blut zu kontrollieren..?

Herzliche Grüße. veysel.

InSeNSU
Moderator
Basedow, Hypoparathyreoidismus

Antwort auf: Höherer Bedarf an Calcium im fortgeschrittenen Alter

| Beitrags-ID: 438320

Hallo Veysel,

ja, die Werte zweimal pro Woche zu kontrollieren ist in der Einstellungsphase  Standard. So dürfte es auch im Beipackzettel stehen. Sei froh, dass deine Hausärztin das macht, denn viele von uns mußten beim Arzt darum betteln und wurden oft vertröstet.

Der Calciumwert darf ja nicht über 2,3 mmol/l steigen, weil wir eine niedrige Nierenschwelle haben. Nach der Einstellungsphase müssen Calcium im 24-Stunden-Urin und Phosphat im Blut auch noch mal kontrolliert werden.

Wenn deine Nahrung/Getränke ausreichen Calcium enthalten, damit eine Zufuhr von täglich 1000 mg  Calcium gesichert ist, können die Calciumtabletten vielleicht reduziert werden. Deshalb macht man ja die Laborkontrollen.

Ganz ohne Calcium als Tablette kommen aber viele von uns nicht aus. Näheres dazu kannst du in unserer Ernährungsbroschüre nachlesen.

Ob noch Vitamin D in Form von Cholecalciferol erforderlich ist, stellt man durch Messung des Wertes 25-OH-D3 (Calcidiol, Vorratsform von Vit. D) fest. Der wird durch Calcitriol nicht höher, denn das wird nicht in die Vorratsform zurückverwandelt.

Viel Erfolg für die Einstellung!

Viele Grüße

Frauke

 

 

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veysel1954
Nutzer
papil. SD. Ca.(pT1.NO,MO).2x RJT 1996 in UniKl.-FFM

Antwort auf: Höherer Bedarf an Calcium im fortgeschrittenen Alter

| Beitrags-ID: 439523

Hallo Frauke,

vielen lieben Dank erneut für Deine ausführliche Antworten.

Ich wollte etwas warten, um genaueres zu berichten. Lieder hat sich ergeben, dass ich Calcitriol doch nicht vertrage.  Ich habe <u>Osteoril  0,25</u> ( Calcitriol )PZN: 01929531 verschrieben bekommen. Mir ging es überhaupt nicht gut. . Ich hatte Unwohl, totale Unruhe, Herzrasen, Schmerzen im Herzgegend,Verwirrtheit. Ich habe plötzlich hohen Blutdruck bekommen. Ich wollte nicht so schnell aufgeben, da ich gute Calcium Werte bekam: 2,21. Ich habe immer wieder versucht <u>Osteoril  0,25</u> einzunehmen, und jedes Mal das Gleiche. Ich habe ohnehin gegen manche Präparate eine Tabellenunverträglichkeit, die ich wahrscheinlich von meiner Syringomyelie Erkrankung habe. Einziges, was ich jetzt mache, nehme wieder  Brausetabletten von Sandoz anstatt Verla Tabletten. Ich glaube, dass die Brausetabletten besser aufgenommen werden.

Herzliche Grüße.veysel.

InSeNSU
Moderator
Basedow, Hypoparathyreoidismus

Antwort auf: Höherer Bedarf an Calcium im fortgeschrittenen Alter

| Beitrags-ID: 440682

Hallo Veysel,

es tut mir Leid, dass der Versuch nicht gut verlaufen ist.

Unverträglichkeiten hängen oft eher mit technischen Hilfsstoffen als mit dem Wirkstoff Calcitriol (der ja naturidentisch ist) zusammen. Man könnte also ein anders zusammengesetztes Calcitriol-Präparat probieren.

Eine weitere Alternative wäre ein Präparat mit Alphacalcidol. Das wird im Körper erst in Calcitriol umgewandelt, sodass die Wirkung etwas verzögert eintritt. Vielleicht würdest du das besser vertragen.

Falls der Calciumwert also nicht stabil im Zielbereich gehalten werden kann, sprich den Arzt auf diese Alternativen an.

Viele Grüße

Frauke

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veysel1954
Nutzer
papil. SD. Ca.(pT1.NO,MO).2x RJT 1996 in UniKl.-FFM

Antwort auf: Höherer Bedarf an Calcium im fortgeschrittenen Alter

| Beitrags-ID: 440698

ja, genau auch diese Alternative mit Alphacalcidol/Einsalpha hat mein Endokrinologe mir vorgeschlagen, und fragte mich, ob ich diese schon hatte. (ich hatte ihn per Mail über mein Vorhaben und Ergebnisse informiert gehabt). Das Problem: Ich hatte bereits auch diese Tabletten in April 2021 durch ihn ausprobiert und genauso nicht vertragen gehabt.  Meine Tablettenunverträglichkeit entsteht großwahrscheinlich, wie bereits erwähnt, durch meine Syringomyelie Erkrankung. Ich hatte zuletzt bei Hausärztin Calcium 2,1 mmol/l nur mit Einnahmen von 1500 mg. Kalzium und 4000 i.E. Vitamin D pro Tag. (Die Letzte 250mg. Kalziumeinnahme erfolgte ca. um 00:30 h am Vorabend und um 09:50 h Blutentnahme). Langfristig überlege ich, De Kristol 20.000 i.E. 1x in der Woche plus 4 Tage in der Woche a 2.000 i.E. Vitamin D und natürlich 1500 mg. / 1250 mg.  Kalzium einzunehmen. (Calcium Verla 600 Tabletten geteilt. Calcium Sandoz Forte muss man trotz Kassenrezept 17,00 € als Rezeptgebühr nachzahlen, was vorher nicht der Fall war.)

Herzliche Grüße  und Vielen, vielen DANK. veysel.

InSeNSU
Moderator
Basedow, Hypoparathyreoidismus

Antwort auf: Höherer Bedarf an Calcium im fortgeschrittenen Alter

| Beitrags-ID: 451304

Hallo Veysel,

leider gibt es bei EinsAlpha Kapseln derzeit Lieferprobleme. Das gilt aber nicht für EinsAlpha Tropfen. Da die nochmal anders zusammengesetzt sind als die Kapseln, wäre das vielleicht noch einen Versuch wert.

Viele Grüße

Frauke

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Antwort auf: Höherer Bedarf an Calcium im fortgeschrittenen Alter

| Beitrags-ID: 451305

Hallo Frauke,

zunächst, vielen herzlichen DANK für Deine Bemühungen. Das ist eine gute Idee mit dem Tropfen. Ich schreibe mal meinem Endokrinologen, ob er mir jetzt verschreibt. Ich habe ohnehin Termin bei ihm am 12.September.Wie erwähnt habe ich bis jetzt 2 Tabletten versucht einzunehmen ohne Erfolg.Es ging mir jedes Mal sehr sehr schlecht…. Das waren EinsAlpha und zuletzt Osteoril  0,25.

So wie ich sehe, sind Einsalpha Kapseln bei einigen Versandapotheken erhältlich, falls jemand braucht: https://www.medizinfuchs.de/preisvergleich/einsalpha-1-ug-30-st-cheplapharm-arzneimittel-gmbh-pzn-8617869.html

Herzliche Grüße. Veysel.

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veysel1954
Nutzer
papil. SD. Ca.(pT1.NO,MO).2x RJT 1996 in UniKl.-FFM

Antwort auf: Höherer Bedarf an Calcium im fortgeschrittenen Alter

| Beitrags-ID: 452044

Hallo Frauke,

hier ist mein kurzer Bericht nach meiner Einnahmeversuch EinsAlpha Tropfen: Ich hatte am letzten Samstagabend sie eingenommen.

Es ging mir nicht gut. Nächsten Tag hatte ich ganz starken Durchfall. Ich überlegte schon ins KH zu gehen, wenn ich Tetanie bekommen hätte oder wenn der Durchfall länger anhielte…Nächsten Tag war alles OK.

Also; Leider vertrage ich somit auch die EinsAlpha Tropfen NICHT!

Die Worte von meinem Endokrinologe war dann in der Mail:“Okay, dann bleiben Sie bei der üblichen Medikation. Schade.

Herzliche Grüße. Veysel.

InSeNSU
Moderator
Basedow, Hypoparathyreoidismus

Antwort auf: Höherer Bedarf an Calcium im fortgeschrittenen Alter

| Beitrags-ID: 452048

Hallo Veysel,

ja. Schade! -Aber du warst so mutig, es zu versuchen. Damit hast du nun alles machbare getan. Gut dass die Nebenwirkung schnell vorbeiging.

Übrigens gibt es neue Calciumcitrat-Tabletten, bei denen die Zuzahlung aber leider auch sehr hoch ist. Ohne Zuzahlung gibt es fast nur noch Calcium-Acetat-Tabletten, die es allerdings auch in niedrigerer Einzeldosis gibt. Da entfällt dann das Tablettenteilen. Die aktuellen Zuzahlungsbeträge für alles kann man hier nachsehen:

https://www.bfarm.de/SharedDocs/Downloads/DE/Arzneimittel/Zulassung/amInformationen/Festbetraege/2023/festbetraege-20230801.pdf;jsessionid=6BAE9216F5F33C155E5DA39DACAF8279.internet271?__blob=publicationFile

Viele Grüße

Frauke

 

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veysel1954
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Antwort auf: Höherer Bedarf an Calcium im fortgeschrittenen Alter

| Beitrags-ID: 452051

Hallo Frauke,

vielen DANK für Deine Infos. Ich nehme seit langem Calcium Verla 600 mg.PZN: 1397867. 2 Stück am Tag verteilt auf 4x a 300 mg. Für diese Tabletten zahle ich nur das Rezeptgebühr. Zumindest bis jetzt. Und ich nehme noch Dekristol 20.000 i.E. nur 1x / in der Woche.

Herzliche Grüße. Veysel.

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