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Freiname

auch Internationaler Freiname - ist ein Name, der durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für ein Arzneimittelstoff auf Vorschlag des Entdeckers vergeben wird.
Zu unterscheiden ist der Freiname vom Handelsname der von Land zu Land verschieden sein kann. Die Freinamen haben verschiedene Endungen wie z. B. -nib für Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) oder -nab für Antikörpertherapien.

Veröffentlicht am 07.09.2021
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Apatinib(Synonym: YN968D1)

ist der Freiname eines Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI), der in Studien auch als YN968D1 bezeichnet wurde und u.a. beim radioiod-refraktären differenzierten Schilddrüsenkrebs (RR-DTC) untersucht wir.d
Apatinib hemmt (inhibiert) die Kinasen (Signalwege) VEGFR-2, welche Wachstum und Blutversorgung des Tumors regeln.
mehr Infos unter: Apatinib – Überblicksartikel

Veröffentlicht am 24.12.2021
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Arzneimittelname(Synonym: Medikamentenname)

Es gibt verschiedene Arzneimittelnamen:

  • Name in der Produktentwicklung eines Pharmaunternehmens. In Phase-I-Studien haben die Arzneimittel oftmals noch keinen Freinamen.
  • Freiname = Wirkstoffname von der WHO festgelegt
  • Handelsname
Veröffentlicht am 09.07.2021
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Eneboparatide(Synonym: AZP-3601)

Eneboparatide ist der Freiname eines Medikament zur Behandlung des Hypoparathyreoidismus. Studien finden sich unter anderem unter dem Namen AZP-3601 (Name in der Produktentwicklung des Pharmaunternehmens): clinicaltrials.gov

Veröffentlicht am 09.06.2023
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Entrectinib(Synonyme: Rozlytrek, RXDX-101)

ist der Freiname von Rozlytrek® (Handesname). Entrectinib ist ein Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI), der von Hoffmann-La Roche in einer Basket-Studie mit dem Substanznamen RXDX-101 an Tumoren untersucht wird, die eine NTRK (NTRK1/2/3), ROS1, oder ALK Genfusion haben.
siehe

Letzte Aktualisierung: 09.06.2023
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Lenvatinib(Synonym: Lenvima)

ist der Freiname eines Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI), der seit 2015 für das fortgeschrittene radioiod-refraktäre Schilddrüsenkarzinom zugelassen ist. Handelsname Lenvima™; in Studien auch als E7080 bezeichnet.
Lenvatinib hemmt (inhibiert) die Kinasen (Signalwege) VEGFR, FGFR, RET, KIT und PDGFR, welche Wachstum und Blutversorgung des Tumors regeln.
mehr Infos unter: Lenvatinib (=Handelsname: Lenvima®) - Übersichtsartikel.

Letzte Aktualisierung: 24.12.2021
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Palopegteriparatid(Synonyme: Yorvipath, TransCon parathyroid hormone, TransCon PTH - Ascendis Pharma, ACP 014, TransConPTH®)

Palopegteriparatid ist der Freiname eines Medikaments, das subkutan gespritzt wird, zur Behandlung des Hypoparathyreoidismus. Es wird unter dem Handelsnamen TransConPTH® bzw. in Europa unter Yorvipath® vertrieben. Studien finden sich unter anderem unter dem Namen ACP 014 (Name in der Produktentwicklung des Pharmaunternehmens) statt: clinicaltrials.gov. EMA- Produktinformattion (Entscheidungen der EMA zur Pädiatrie: EMEA-002955-PIP01-21)

Betroffenen finden sich über die Forums-Gruppe: Parathormon-Ersatz-Therapie bei Hypopara

Letzte Aktualisierung: 02.04.2024
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Pralsetinib(Synonyme: Gavreto, BLU-667, BLU667)

(Handelsname: Gavreto®) ist der Freiname eines RET-Inhibitor, der ursprünglich von der Firma Blueprint Medicines Corporation in ersten Studie unter dem Substanznamen BLU-667 erforscht wurde, und nun vom Pharmaunternehmen Roche vertrieben wird.
siehe:

Letzte Aktualisierung: 25.11.2021
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Selpercatinib(Synonyme: Retsevmo, Retevmo)

ist der Freiname eines RET-Inihibitor, der durch die Firma Loxo Oncology, Inc. u.a. beim medullären Schilddrüsenkrebs (mit einer erblichen oder erworbenen RET-Mutation), beim papillären Schilddrüsenkarzinom (mit einer RET-Fusion) erforscht wurde. Name in ersten Studien LOXO-292. Von Betroffenen der ersten Stunde wird Selpercatinib daher auch kurz LOXO genannt. Selpercatinib gehört heute zu Lilly und wird in Europa unter dem Namen Retsevmo® in Europa und Retevmo™ in den USA vermarktet; siehe

Letzte Aktualisierung: 29.07.2022
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Loxo Oncology, Inc.(Synonym: Loxo)

das Pharmaunternehmen Loxo Oncology, Inc. (Link-Liste) erforscht(e) mehrere Substanzen auch beim Schilddrüsenkrebs. Bevor die Substanzen einen Freinamen durch die WHO erhalten, bekommen die Substanzen in den ersten Studien nur einen durchnummerierten Substanznamen durch das Unternehmen:

Letzte Aktualisierung: 15.06.2022
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Tyrosinkinasen

haben trotz des ähnlich klingenden Namens nichts mit dem Schilddrüsenstoffwechsel direkt zu tun (es gibt auch die falsche Schreibweise mit "h" Thyrosinkinasen).
Tyrosinkinasen sind sehr vereinfacht Rezeptorstellen (Eiweißmoleküle) der Zelle. Tyrosinkinasen sind so ein wichtiger Teil der Signalübertragungen der Zellen, die das Wachstum und den Stoffwechsel der Zelle steuern. Von diesen Rezeptorstellen gibt es eine Vielzahl, die wiederum in Gruppen eingeteilt werden.
Bei Krebszellen sind diese Tyrosinkinaserezeptoren mutiert (verändert), so dass der Zelle vermehrt Wachstumsreize gegeben werden, die zu einem unkontrollierten Wachstum führen - eben Krebs.
Es gibt bereits eine Reihe von zugelassenen Medikamenten, die diese mutierten Tyrosinkinasen blockieren bzw. hemmen  = Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI). Die Freinamen dieser Medikamte enden auf -nib .

Veröffentlicht am 01.10.2021
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